erweiterte Suche
Donnerstag, 05.10.2017

Radweg und Straßenbau

Die Workshops zur Ottendorfer Ortsentwicklung sind vorüber. Einige Themen sind allen Bürgern besonders wichtig.

Von Nadine Steinmann

© Thorsten Eckert

Ottendorf-Okrilla. Natürlich hat jeder Ortsteil der Großgemeinde Ottendorf-Okrilla seine speziellen Vorstellungen für die Zukunft. So wollen die Ottendorfer die Verkehrsbelastung reduzieren, die Medinger mehr Angebote für Jugendliche schaffen, die Grünberger ihre Feuerwehr retten und die Hermsdorfer das Schloss besser vermarkten. Doch einige Themen brennen allen Bürgern – egal aus welchem Ortsteil – unter den Nägeln. Zu dieser Erkenntnis ist das Radeberger Planungsbüro Schubert nach der Durchführung aller Workshops gekommen. Diese dienten dazu, gemeinsam mit den Bürgern wichtige Schwächen, Potenziale und Stärken der jeweiligen Ortsteile zu erkennen und diese im Ortsentwicklungskonzept festzuhalten. Das Konzept ist der rote Faden für die Zukunft der Großgemeinde und soll bis zum kommenden Sommer vom Planungsbüro Schubert fertiggestellt werden.

Damit die Planer auch wissen, welche Themen den Ottendorfern besonders wichtig sind, konnten die Bürger im Rahmen der Workshops Punkte zur Priorisierung vergeben. Absoluter Spitzenreiter: Sicherung des Wegenetzes. Diese Aufgabe umfasst die Instandsetzung und Erweiterung des Straßen- und Radwegnetzes sowie die Errichtung von Fußwegen und die Entwicklung von Wanderwegen. Knapp hinter diesem Thema reiht sich die Problematik des öffentlichen Personennahverkehrs ein. Viele Ottendorfer wünschen sich, dass der Bus öfters fährt. Auch eine innerörtliche Verbindung zwischen den Ortsteilen sowie in die Landeshauptstadt Dresden ist ein einheitlicher Wunsch der Ottendorfer.

Mit deutlich weniger Punkten, aber immer noch die Gesamtgemeinde betreffend, wünschen sich die Ottendorfer eine Verbesserung des Lärmschutzes. Vor allem im Umfeld der Autobahn. Gleichwertig haben die Ottendorfer zudem die Beseitigung der Brachen im gesamten Gemeindegebiet bewertet. Dazu hat die Verwaltung bekannterweise bereits ein Brachenkonzept erarbeitet, das besonders ruinöse Häuser betrachtet und künftige Nutzungsmöglichkeiten auflistet.

Die Radeberger Planer haben nun also einen groben Fahrplan, nach dem sie sich richten können. Dennoch wollen sie Bürgern, die nicht an den Workshops teilnehmen konnten, noch einmal die Möglichkeit bieten, ihre Ideen für eine positive Entwicklung der Gemeinde einzubringen. Das ist bis zum 29. Oktober möglich.

Ideen zur Ortsentwicklung können Bürger per Mail an peter.glumbick@pb-schubert.de senden.