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Radweg soll wandern

Die Verwaltung denkt über die Verlegung des Mulderadweges nach. Denn auf einem Abschnitt in der Unterstadt gibt’s Ärger.

04.10.2017

ll wandern

© Symbolbild/dpa

Leisnig. Eigentlich ist die Linken-Stadträtin Elgine Tur de la Cruz für ihr Faible fürs Wandern bekannt. Zur vergangenen Sitzung des Stadtrates jedoch sprach sie ein Problem an, das Nutzer des Muldentalradweges haben – zumindest, wenn sie den Abschnitt befahren, der von der Georg-Friedrich-Händel-Straße abgeht und eigentlich oberhalb des Bahngeländes verläuft.

„In einem großen Bereich sind die Pflastersteine dort herausgenommen worden. Teilweise finden die Nutzer dort nur noch Matsch vor. Das verunsichert sie“, schilderte Elgine Tur de la Cruz die gegenwärtige Situation. Ihrer Auffassung nach könne über so ein schlecht ausgebautes Gelände auch kein Radweg führen. Da müsse sich etwas ändern, forderte sie.

Weil es in der Angelegenheit einen Rechtsstreit gibt, sollten in der Ratssitzung keine großen Erklärungen folgen. Die gab es schon einmal, und zwar wurde das Entfernen des Pflasters mit einem Eigentümerwechsel erklärt. Der neue Besitzer habe die Steine entfernt. Ob das alles rechtens war, wird wahrscheinlich erst am Ende des Streites feststehen.

„Wir überlegen“, so Bürgermeister Tobias Goth (CDU), „ob wir den Radweg hochziehen und ihn weiter auf der Händelstraße verlaufen lassen.“ Ob dafür nur einige Hinweisschilder versetzt werden müssen oder ein größerer Aufwand zu betreiben ist, dazu sagte der Rathauschef nichts. Offen ließ er auch, wann die Streckenführung geändert werden könnte. (DA/sig)