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Montag, 10.08.2015

Radrennen sorgt für Verkehrschaos

Hunderte Autofahrer kurvten frustriert umher, um ein Schlupfloch zu finden. Dabei war fast die ganze Innenstadt gesperrt.

Start des Skoda Velorace am Theaterplatz in Dresden.
Start des Skoda Velorace am Theaterplatz in Dresden.

© momentphoto.de/Bonss

Nein, vergnügungs- steuerpflichtig war Autofahren in der Dresdner Innenstadt am Sonntag nicht. Wegen eines Radrennens hatte die Stadt schon im Vorfeld von massiven Verkehrsbehinderungen gesprochen und Autofahrer gewarnt. Was damit gemeint war, konnten sich wohl die wenigsten vorstellen. Hunderte Autofahrer suchten den ganzen Tag entlang der Sperrstrecke verzweifelt Schlupflöcher, um irgendwie ins Zentrum zu kommen. Oft vergeblich.

Wer sonst 15 Minuten von Blasewitz bis zum Postplatz brauchte, musste am Sonntag gut eine Stunde Fahrzeit und Umwege über die Südvorstadt in Kauf nehmen. Fast alle Zufahrten zum 26er-Ring im Zentrum waren gesperrt. Nur über die St.-Petersburger Straße, die Budapester Straße und die Augustusbrücke ging es vorwärts.

Noch etliche Sperrungen bis Jahresende

Nach Angaben der Stadt gab es in diesem Jahr etwa 20 solcher Veranstaltugen „mit einem gewissen größeren Ausmaß an Zuspruch seitens des Publikums bzw. der Teilnehmerschaft“, die großräumige Sperrungen im Zentrum nach sich zogen. Dabei sind allerdings nicht die Pegida-Demonstrationen, Fußballspiele oder das Nachtskaten eingerechnet. Für das restliche Jahr 2015 rechnet das Rathaus mit etwa weiteren 20 Sperrungen wegen Veranstaltungen wie am Sonntag. Besonders häufig würden der Theaterplatz nebst angrenzenden Straßen, das Terrassenufer sowie die Augustusbrücke mehr oder weniger lange gesperrt.

Wird die Innenstadt zu häufig für Events gesperrt?

1716 abgegebene Stimmen

Lisa Fröbe und Michael Förster wollten nur schnell ein paar Servierplatten zu einem Caterer in der Maxstraße zurückbringen. „Wir haben gut 15 Minuten länger gebraucht als sonst und mussten das Zeug dann wegen der Baustelle auch noch weit schleppen“, sagt der 26-Jährige. In eine etwas verzwicktere Situation gerieten Autofahrer am Tunnel Wiener Straße. Laut Polizeiführer Heiko Perlebach war die Zufahrt zwar eindeutig mit einem Sackgassenzeichen beschildert worden. Dennoch hielten sich einige Autofahrer nicht daran und landeten schließlich in der Tiefgarage unter dem Wiener Platz. Um wieder herauszukommen, mussten sie dann Parkgebühren bezahlen. (mit szo)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 51 Kommentare

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  1. Bernd-DD

    Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik. Die Autofahrer bezahlen die Straßen also gehören sie auch den Autofahrern. Die Autofahrer kaufen teure Autos und halten die Wirtschaft am laufen. Solche Gaukelei mit den Hampelmännern auf ihren Rädern die die Innenstadt lahmlegen sind nicht hinnehmbar. Also zahlender Autofahrer habe ich das Recht, jederzeit ohne Behinderungen mein Ziel zu erreichen. Sollen die Radler im Wald rumhampeln und einen auf Spitzensportler machen. So was, nein. Zeitgemäß ist, daß man sich mit dem Auto fortbewegt. Es kann nicht sein, dass so Lieferanten lahm gelegt werden und zahlende Gäste nicht in die Stadt kommen. Abgeschafft gehören solche Veranstaltungen. In China kam man mit dem Aufschwung ganz schnell vom Rad weg und wir verfallen in die Vergangenheit in dem plötzlich wieder die Räder rausgeholt werden. Ich bin froh, mit meinem Auto am Sonntag zum Gasthaus und Museumsbesuch mit dem Auto zu kommen. Außerdem ist Deutschland ein Land der älteren Generation!

  2. Gast

    @Bernd-DD: BlaBla...

  3. au Backe

    Offenbar gehören wir auch im Geiste zu einer alternden Generation. Dieser egomanische Kommentar zeigt schön die Kleinkariertheit in diesem Land. Übrigens Bernd. Ihre Behandlung beim Arzt, weil Sie sich zu wenig auf eigenen Füßen bewegen, zahlen die irren Supersportler über Ihre Krankenkassenbeiträge auch mit.

  4. peterle

    Eine Zumutung vor allem für die ,die dienstlich unterwegs waren, z.B. die Taxis.

  5. Micha

    Auch ich bin Autofahrer. Auch ich war am Sonntag genervt, weil die Umleitungen alles andere als günstig und wichtige Magistralen gesperrt waren. Aber den Kommentar von Bernd kann ich so nicht stehen lassen. Es ist alles andere als fortschrittlich überall hin mit dem Auto zu fahren. Und seit wann zahlen Autofahrer den Ausbau der Straßen? Ich möchte es so zusammenfassen: Veranstaltungen mit Sperrungen der Innenstadt: ja! Aber man sollte den Induvidualverkehr und den Anwohnern die Möglichkeit lassen die Stadt zu passieren. Sonst kommt Frust auf

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