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Dienstag, 17.02.2009 Radebeul

Radebeuler wird Internetkanzler

In den virtuellen Weiten des World Wide Webs herrscht seit diesem Monat ein neuer Kanzler für Deutschland. Der Radebeuler Fred Härtelt hat sich bei der Wahl zum Internetkanzler in Deutschlands größter Politik-Community dol2day in drei Runden gegen drei Mitstreiter durchgesetzt.

Im Netz einer Partei beitreten

An der Wahl beteiligten sich 81,5 Prozent der dol2day Mitglieder (insgesamt rund 10000). 43,1 Prozent, fast 4000 von ihnen, entschieden sich für den 28-Jährigen Fred Härtelt. Die Internetplattform Dol2day ruft nicht nur zu Wahlen auf, sondern ermöglicht seinen Mitgliedern auch, Parteien beizutreten und Meinungen zu politischen Themen auszutauschen. Dabei ist die Plattform in 18 aktive Parteien organisiert, die um Mitglieder werben. Zusätzlich wird alle vier Monate ein neuer Kanzler gewählt.

Bei der 29. Wahl dieser Art siegte ein Vier-Parteien-Bündnis bestehend aus der FPi (Fortschrittliche Plattform Internet), IDL (Internet den Liberalen), A²kWA (an alternativen und kreativen Wegen ausrichten) und der SIP (Sozialdemokratische Internetpartei).

Der Gewinner Fred Härtelt besuchte ab 1986 die ehemalige Georg-Weick-Oberschule – das heutige Gymnasium Luisenstift – in Radebeul. Schon damals inspirierte ihn der Gemeinschaftskundeunterricht bei Frank Thomas, selbst politisch tätig zu werden. Denn ein Mal im Monat lud sein ehemaliger Lehrer Politiker in den Unterricht ein.

Richtig politisch aktiv wurde der Internetkanzler jedoch erst während seiner Studienzeit an der TU Dresden von 1998 bis 2003. In diesen Jahren engagierte sich Härtelt in der Jungen Union der CDU in Meißen und bekleidete die Positionen als Ortsvorsitzender der Jungen Union Moritzburg und als Kreisschatzmeister von Meißen.

Etwa 1000 aktive Mitglieder

Zu dol2day fand er im Mai 2000. Seitdem diskutiert Härtelt mit rund 1000 anderen aktiven Mitgliedern über politisch und gesellschaftlich relevante Themen.

Als Internetkanzler hat Härtelt die Möglichkeit, bei dol2day politische Umfragen zu starten, deren Ergebnisse später an die entsprechenden realen politischen Gremien, etwa im Landkreis Meißen, weitergereicht werden.

Des Weiteren liegt es nun an ihm, die Politikplattform noch bekannter zu machen. Ungefähr 10000 Mitglieder zählt die Seite schon jetzt. Allerdings seien nur etwa 1000 Mitglieder wöchentlich aktiv, so Härtelt.Aline Niesel