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Mittwoch, 10.02.2016

Prozess erneut wegen Nebenklage verzögert

Dresden. Schon wieder gibt es Probleme im Prozess gegen drei Angeklagte, die nach einer Demo vor einem Asylbewerberheim in Freital linke Gegendemonstranten angegriffen haben sollen. Den zweiten Prozesstag am heutigen Mittwoch hat das Amtsgericht Dresden aufgrund von Terminproblemen aufgehoben. Das Jugendschöffengericht muss die Hauptverhandlung neu ansetzen.

Die drei Angeklagten (18, 26, 46) sollen im Juni 2015 auf dem Weg nach Dresden das Auto von Pro-Asyl-Demonstranten unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln verfolgt haben. An einer Dresdner Tankstelle habe einer mit einem Baseballschläger die Scheibe des Autos eingeschlagen und einen Insassen verletzt.

Zum Prozessauftakt am 27. Januar stellte die Nebenklagevertreterin von Johann Dulig, Sohn des Vize-Ministerpräsidenten Martin Dulig (SPD), einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, weil persönliche Daten Duligs fälschlicherweise der Verteidigung übermittelt worden waren. Der Antrag wurde inzwischen zurückgewiesen. Ursache für die neue Verzögerung ist nach SZ-Informationen ein weiteres Opfer, das als Nebenkläger teilnehmen wolle. (lex)