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Montag, 15.09.2014

Praxisklinik Herz und Gefässe

Patientenorientierung über ambulante und stationäre Behandlung in einem wettbewerblich ausgerichteten Gesundheitswesen

„Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass in Arztpraxen und im Krankenhaus grundsätzlich eine hohe Qualität der Behandlung gewährleistet wird. Um die Versorgung künftig noch stärker qualitätsorientiert auszurichten, werden insbesondere messbare Kriterien benötigt, an denen sich die ­Qualität von Diagnostik und Therapie festmachen und vergleichen lässt.“ (aus der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zum Thema „Finanzierungs- und Qualitätsgesetz 2014“)

In die langjährig starren Strukturen des deutschen Gesundheitswesens ist Bewegung gekommen. Der Wettbewerb hat Einzug gehalten in die Versorgung, sowohl auf Kassen- als auch auf Leistungserbringerseite. Profitieren sollen davon in erster Linie die Bürgerinnen und Bürger und das nicht nur in ihrer Eigenschaft als Patientinnen und Patienten. Auch wenn wir uns mit unserem Gesundheitswesen im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen können, hat doch auch das deutsche Versorgungssystem noch erhebliche Reserven zur Verbesserung der Effizienz und Effektivität der medizinischen Versorgung und Pflege aufzuweisen.

Einen Schwerpunkt stellt dabei der sog. „Schnittstellenbereich“ zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung dar. Längst erfolgt die Behandlung im Krankenhaus nicht mehr ausschließlich stationär und andererseits können niedergelassene Ärzte z. B. Praxiskliniken betreiben. Der wissenschaftlich-­technische Fortschritt in der Medizin sorgt hier verstärkt für Verschiebungen und Überwindung sektoraler Grenzen. In bestimmten medizinischen Fächern und Disziplinen schreitet diese Entwicklung besonders schnell voran. Das wird gerade in der invasiv-kardiologischen Versorgung deutlich. Vieles, was vor Jahren noch ausschließlich im Krankenhaus behandelt werden musste, ist heute bereits auch als praxisklinische Versorgungsform anerkannt und etabliert.

Darüber hinaus unterbreiten innovative sektorenübergreifende Selektivversorgungsformen den Patienten interessante neue Versorgungsangebote. Krankenkassen können mit ausgewählten Leistungserbringern alternativ zur Regelversorgung Projekte zur Integrierten Versorgung ins Leben rufen, in denen die beteiligten Ärzte und Einrichtungen ihre Zusammenarbeit noch besser ­koordinieren und den Patienten zielgerichtet verbesserte

Versorgungsbedingungen anbieten, u. a. Bestell- und Wartezeiten verkürzen und Doppeluntersuchungen vermeiden.

Wie sollen sich aber die Patienten unter diesen veränderten Bedingungen orientieren? Wie kann man auf einer zuverlässigen, objektiven Grundlage die zur Behandlung infrage kommenden Einrichtungen vergleichen?

Der Gesetzgeber hat durchaus erkannt, dass auf diesem Gebiet in Deutschland Nachholebedarf besteht. Dabei reicht es bei weitem nicht, nur für mehr Datentransparenz zu sorgen, sondern für ­einen Leistungsvergleich geht es um die wissenschaftliche Auswertung von nach einheitlichen Kriterien vergleichbar ­erhobenen Versorgungsdaten.

Mit dem diesjährigen „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanz­struktur und der Qualität in der Gesetzlichen Kranken­versicherung“ wird ein neues „Institut zur Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen“ eingerichtet, das fachlich unabhängig dauerhaft wissenschaftlich und methodisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für Maßnahmen der Qualitätssicherung liefern soll.

Auf dieser Basis sollen vorhandene Defizite erkannt und die Behandlung gezielt verbessert werden. Außerdem soll das Institut zur besseren Transparenz über die Qualität der Versorgung beitragen. Hierzu soll es u. a. Qualitätsvergleiche zu Krankenhausleistungen veröffentlichen, damit sich die Patientinnen und ­Patienten vor der Wahl der Behandlungseinrichtung über die Qualität der Leistungen und Einrichtungen leichter informieren können. Das nutzt den Patientinnen und Patienten, ist aber auch eine wichtige Hilfestellung für die Behandelnden selbst.

Es versteht sich von selbst, dass dort, wo bei der Behandlung gleicher Indikationen Einrichtungen verschiedener Versorgungsformen nebeneinander tätig sind, einem Leistungsvergleich ­Qualitätskriterien zugrunde gelegt werden müssen, die für die Leistungserbringer einen fairen Wettbewerb und für die ­Patienten eine möglichst optimale Bewertung der Behandlungsqualität in den einzelnen Einrichtungen ermöglichen. Auf den Kreis der „klassischen Sektorenvertreter“ Krankenhaus und Arztpraxis jeweils beschränkte Auswertungen werden dafür nicht mehr ­ausreichen, da sie für eine objektive Patientenorientierung nicht mehr repräsentativ sind.

Prof. Dr. med. Stefan G. Spitzer

Gesellschafter:

Prof. Dr. med. S. G. Spitzer,

Prof. Dr. med. habil. R. Sternitzky, Dr. med. R. Dörr,

Dr. med. T. C. Kadalie, dr. med. L. Károlyi,

Prof. Dr. med. habil. G. Simonis

Fachbereiche:

Kardiologische Ambulanz, Rhythmusambulanz,

Angiologie, Katheterlabor, Nuklearkardiologie,

Elektrophysiologie, Radiologie und

Nuklearmedizin

Behandlungen 2013: ca. 50.500,

davon interventionelle Eingriffe: ca. 5.500

Anschrift:

PRAXISKLINIK HERZ UND GEFÄSSE

Forststraße 3, 01099 Dresden

Telefon: 0351 8064-0, Fax: 0351 8064-117

Website: www.praxisklinik-dresden.de