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Dienstag, 02.01.2018

Positiver Trend zum Jahreswechsel

Die Dresdner Eislöwen und die Lausitzer Füchse haben eine gute Ausgangsposition, um ihre Ziele in der DEL 2 zu erreichen.

Von Frank Thümmler und Sven Geisler

Sie können wieder jubeln: Dominik Grafenthin (l.) macht mit seinem Tor den Eislöwen-Sieg perfekt.
Sie können wieder jubeln: Dominik Grafenthin (l.) macht mit seinem Tor den Eislöwen-Sieg perfekt.

© Matthias Rietschel

Das Aufatmen war beinahe bis nach Dresden zu hören. Im letzten Spiel des Jahres beendeten die Eislöwen ihre Negativserie von zuvor sechs Niederlagen in Folge in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Dabei hatten sie auswärts ein Heimspiel. Mehr als 600 Fans hatten das Team am Tag vor Silvester ins oberbayerische Bad Tölz begleitet, allein 450 waren in einem Sonderzug angereist.

Dementsprechend erleichtert war Trainer Franz Steer nach dem hart erarbeiteten 3:2-Erfolg. „Der Erfolg freut mich für die Mannschaft und die Fans, die so weit gefahren sind und hohe Kosten auf sich genommen haben“, sagt der 59-Jährige. Er hofft darauf, dass dieser Sieg vor allem auch ein mentaler Befreiungsschlag ist, denn auch in Bad Tölz agierten die Dresdner alles andere als selbstbewusst. „Im zweiten Drittel haben wir wieder unsere Linie verloren, waren zu hektisch“, meint Steer. „Man hat gemerkt, dass es für die Spieler von der Psyche her nicht einfach war, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Den Unterschied machte einmal mehr Marco Eisenhut, der Torwart parierte in der 51. Minute einen Penalty. Dominik Grafenthin sorgte dann mit dem Siegtreffer für einen gelungenen Jahresabschluss. Das Zwischenfazit der Eislöwen fällt dennoch zwiespältig aus. Als Fünfter stehen sie in den Play-off-Plätzen, aber der Abstand zu den Spitzenteams Bietigheim und Frankfurt ist mit 18 bzw. 12 Punkten beachtlich.

Andere Ansprüche haben die Lausitzer Füchse nach einem schlechten Saisonstart und dem überraschenden wie verstörenden Rücktritt von Trainer Hannu Järvenpää. Doch unter dem vorherigen Assistenten Robert Hoffmann haben sie sich gefangen und zuletzt mit dem Sieg beim Meister Frankfurt für Aufsehen gesorgt. Gegen Spitzenreiter Bietigheim verloren sie dann zwar zu Hause mit 2:4, Hoffmann konnte aber zufrieden sein. „Wir haben den Zuschauern einen großen Kampf gegen das Topteam der Liga geliefert“, meint er. Platz zehn und damit die Pre-Play-offs sind nach wie vor zu erreichen, obwohl die Füchse immer noch Tabellenzwölfter sind. Die direkten Konkurrenten haben zudem ebenfalls stark gepunktet wie Heilbronn mit dem Sieg in Dresden.

Mut macht allerdings die tatsächlich verbesserte Bilanz unter Hoffmann als Chefcoach, mit dem Weißwasser 15 Punkte aus zehn Spielen geholt hat. Davor war es unter Järvenpää nicht mal durchschnittlich ein Zähler pro Partie: 19 aus 21. Eine Ursache war sicherlich die Zusammenstellung des Kaders. Die Füchse haben mit vielen Wechseln auf den Ausländerpositionen reagiert, die jetzt zu fruchten zu scheinen. Die zurückgekehrten Roope Ranta und Jeff Hayes finden immer besser ins Spiel. Zudem ist die Mannschaft nach dem Abschied von Järvenpää, der einen Tag später einen neuen Trainervertrag in Ungarn unterschrieb, näher zusammengerückt.

Nun scheint für die Füchse wieder einiges drin zu sein, wobei die beiden nächsten Heimspiele gegen direkte Konkurrenten extrem wichtig werden: verlieren verboten. Am Mittwoch geht es gegen den derzeitigen Tabellenzehnten Bad Nauheim, am Freitag gegen Heilbronn.

Auch die Dresdner Eislöwen beginnen das Jahr mit zwei Heimspielen: am Mittwoch gegen Freiburg und am Freitag gegen Bad Nauheim – nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen in eigener Halle ist Wiedergutmachung angesagt.

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