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Freitag, 25.09.2015

Polizei ermittelt wegen nacktem Po bei Pegida-Demo

Aus einem Hotelfenster in der Schloßstraße zeigte ein Mann aus Protest sein entblößtes Hinterteil.

© Symbolbild: Sven Ellger

Eine exotische Art des Protests könnte nun Folgen haben. Bei der Pegida-Demonstration am Montagabend hatte ein Mann aus einem Fenster des Swissotels in der Schloßstraße den Teilnehmern des Umzugs seinen nackten Hintern gezeigt. Bereitschaftspolizisten hatten den Hotelgast noch während der Demonstration ausfindig gemacht und seine Personalien festgestellt. Außerdem geht die Polizei dem Verdacht der Körperverletzung nach, weil der Mann Obst auf die Straße geworfen haben soll.

Auf der Straße hatten die Beamten einen Apfel gefunden. Unklar sei, ob dieser aus dem Hotelzimmer geworfen wurde, so Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Eine Anzeige deswegen liege nicht vor. Laut Swissotel-Chef Kevin Furrer ist solch ein Vorfall das erste Mal passiert.

Der Mann sei abgereist. Jedoch würden sich regelmäßig vor allem ausländische Gäste besorgt an der Rezeption erkundigen, was es mit den lautstarken Parolen auf sich hat, wenn montags Pegida marschiert. Dies könnte eine beängstigende Wirkung auf die Hotelgäste haben, so Furrer weiter. Es sei kein Geheimnis, dass diese Aufmärsche für den Tourismus nicht gerade zuträglich sind. Dennoch sollte es nicht vorkommen, dass Gäste ihren Protest gegen Pegida auf diese Weise zeigen.

Auch zu den Vorgängen am Schauspielhaus im Zusammenhang mit der Demo ermittelt die Polizei. Nach Aussagen der Teilnehmer eines Schülertheater-Festivals hatten Pegida-Demonstranten Kinder und Jugendliche beschimpft, die nach einer Vorstellung vor das Gebäude getreten waren. Teilnehmer der Demo bestreiten dies und behaupten, die Schüler seien „bezahlte“ Antifa-Demonstranten und hätten gezielt provoziert. Außerdem soll laut Polizei geklärt werden, ob ein Mann vor dem Schauspielhaus gegenüber Demonstranten davon sprach, „Nazis müssten vergast“ werden. Den zahlreichen Videos, die vom Montagabend im Internet kursieren, ist nicht zu entnehmen, ob es zu einer solchen Aussage kam. (SZ/two)