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Hohwald

Polizei befreit Jäger aus Sumpfloch

Ein 77-Jähriger verfolgte eine Rotte Wildschweine durch den Hohwald. Plötzlich steckte der Senior selbst in der Falle.

29.10.2013

Ein 77-jähriger Mann ist am Freitagabend im Hohwald zwischen Neustadt und Neukirch in einem Sumpfloch steckengeblieben. Der Mann war laut Polizeiinformationen zusammen mit einem 70-Jährigen auf der Jagd im Hohwald. Beide Männer waren dabei allein unterwegs. Sie wollten sich nach der Jagd an einem bestimmten Ort wiedertreffen. Als der 77-Jährige zur vereinbarten Zeit jedoch nicht erschien, schaltete der Jagdkollege zur Sicherheit die Polizei ein. Die Polizeidirektion Dresden schickte daraufhin gegen 20 Uhr mehrere Beamte in den Hohwald, um den vermissten Mann zu suchen. Auch ein Hubschrauber wurde angefordert.

Hubschrauber sucht Vermissten

Den Einsatzkräften gelang es schließlich, das Handy des 77-Jährigen zu orten. Die Polizei fand den Mann am späten Abend in der Nähe des Löcherwegs. Wie sich herausstellte, war der Jäger einer Wildschweinrotte durch den Hohwald gefolgt. Dabei geriet der Senior in ein Sumpfgebiet. In dem morastigen Untergrund war der Mann steckengeblieben. Aus eigener Kraft konnte er sich aus dem Schlamm anfangs nicht befreien. Bei dem Versuch verletzte er sich und konnte dadurch nicht mehr allein weitergehen, teilt die Pressestelle der Polizei mit. Deshalb erschien er nicht beim ausgemachten Treffpunkt. Die Beamten fanden den verletzten Mann und brachten ihn zurück zu seinem Jagdkollegen. (SZ)