Dienstag, 20.11.2012

Plauen wird zum Künstlerstadtteil

Immer mehr Freischaffende eröffnen Ateliers. Markus Tepe ist einer von ihnen. Seine Räume sollen auch Museum sein.

Von Annechristin Kleppisch

Einen neuen Platz zum Arbeiten hat Markus Tepe in Altplauen gefunden. Er ist einer von vielen Künstlern im Stadtteil.  Foto: André Wirsig
Einen neuen Platz zum Arbeiten hat Markus Tepe in Altplauen gefunden. Er ist einer von vielen Künstlern im Stadtteil. Foto: André Wirsig

Angekommen ist Markus Tepe noch nicht ganz. Zwar liegen die dicken Farbtuben fein säuberlich auf dem Tisch am Fenster. Alle Bilder hängen aber noch nicht an ihrem richtigen Platz. Der Künstler ist zur Zeit viel unterwegs. In Oldenburg zeigt der Schüler von Max Uhlig gerade 60 seiner Bilder in einer Ausstellung. In Trier unterrichtet er Studenten in einem Seminar für Malerei. Und parallel richtet er sein neues Atelier in Plauen ein.Dafür hat Markus Tepe das lange leer stehenden Geschäft im Haus Altplauen 6 gemietet. Gleich obendrüber hat er eine Wohnung gefunden. „Das war absoluter Zufall und Glück dazu“, sagt der 41-Jährige. Zuvor hatte er Räume auf der Zwickauer Straße genutzt. Weil das Gebäude aber jetzt saniert wird, musste er raus. Gesucht hat er nach einem neuen Atelier in der ganzen Stadt, auch in der Äußeren Neustadt und in Pieschen. Dass es jetzt wieder Plauen geworden ist, freut Markus Tepe sehr. „Plauen wird bei Künstlern immer beliebter“, sagt er. Allein zehn Ateliers gibt es im Umkreis, unter anderem auch im Komplex der Bienertmühle. „Allmählich fühlen sich die Künstler hier wohl“, sagt er. Nicht nur, weil es in der Neustadt kaum noch bezahlbare freie Ateliers gibt, sondern auch weil in Plauen die Atmosphäre stimmt. Bioladen und kleine Geschäfte reihen sich aneinander. Die Anwohner sind sehr gemeinschaftlich.Für die will Markus Tepe sein Atelier öffnen. Wenn er da ist und an seinen Bildern arbeitet, bleibt die Tür offen. Besucher können ihm dann gern beim Arbeiten zusehen. Abstrakt ist das, was er auf Leinwand und Papier bringt, mit Öl- und Acrylfarbe, mit Bleistift und mit Tusche. Das, was er im Raum erlebt, will er darstellen. „Die Stimmung zum Arbeiten passt hier einfach“, sagt er.

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