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Dienstag, 03.10.2017

Pirna will Badegäste abwerben

Ein Shuttlebus fährt aus Dresden direkt zum Geibeltbad. Vor allem für Ältere ist das Angebot interessant.

© Symbolbild: dpa

Dresden. Prominent platziert und großflächig wirbt das Geibeltbad Pirna auf einer Litfaßsäule am Fetscherplatz. „Läufst du noch oder fährst du schon?“, lautet der Spruch, mit dem die Stadtwerke Pirna als Betreiber auf einen besonderen Service aufmerksam machen wollen: Für 2,50 Euro pro Fahrt können Dresdner einen Shuttlebus nutzen, der sie immer freitags direkt vom Fetscherplatz und einigen anderen Haltepunkten bis zum Geibeltbad bringt. Laut Ute Ullrich, einer Sprecherin der Stadtwerke, besteht das Angebot bereits seit einigen Jahren – wurde aber nie umfassend beworben.

Weil das Angebot nun aber aus finanziellen Gründen hinterfragt und schließlich um ein weiteres Jahr verlängert wurde, sind die Stadtwerke noch einmal in die Offensive gegangen. An einer anderen Litfaßsäule an der Ecke Striesener Straße/Hans-Grundig-Straße sowie auf einem großformatigen Plakat an der Pfotenhauer Straße wurde ebenfalls geworben. Die derzeitigen Nutzer sind laut Ullrich vor allem ältere Dresdner. Sie kommen 10.10 Uhr am Bad an und können mit dem Shuttlebus 14 Uhr wieder zurückfahren. Abzüglich der Umkleidezeit bleiben ihnen etwa drei Stunden im Bad. „Wir haben neben der Badelandschaft auch das Freibad und die Sauna. Das ist schon ein Angebot, das es so vergleichbar in Dresden nicht gibt“, sagt Ulrich.

Das stimmt, aber nicht mehr lange. Anfang November will die Dresdner Bäder GmbH im zuletzt modernisierten Georg-Arnhold-Bad die Saunalandschaft eröffnen, die derzeit noch gebaut wird. Wie viel der Eintritt dann kostet, steht noch nicht fest. In Pirna zahlen Erwachsene für das Baden 9,50 Euro. Wollen sie auch die Sauna nutzen, sind es insgesamt 20 Euro. „Wir wollen mit der Aktion die Auslastung des Bades steigern. Am Wochenende ist sie ganz gut, aber in der Woche könnte sie noch besser sein“, sagt Sprecherin Ullrich.

Die Dresdner Bäder-GmbH beobachtet die Werbeaktionen der konkurrierenden Umlandbäder. „Aber solche Ideen bereiten uns kein Kopfzerbrechen“, sagt Sprecher Lars Kühl. (SZ/jr)