Montag, 19.11.2012

Philip Morris nimmt die „f6“ vom Markt

Dresden. Der US-Tabakkonzern Philip Morris nimmt zum Jahresende die Ost-Zigarettenmarke „f6“ vom Markt – nur die noch aus DDR-Zeiten bekannte „f6 Original“ bleibt erhalten. Der Zigarettenhersteller bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Dresdner Morgenpost“. Die Produkte der Zigarettenmarken f6 Color Family („f6 blue“, „Silver“, „Menthol“ u. a.) würden in die Marke „Chesterfield“ überführt, hieß es vom Unternehmen.

Den Angaben zu Folge soll das Verschwinden der Marke für die 450 Mitarbeiter der f6 Cigarettenfabrik im Dresdner Osten vorerst keine Auswirkungen haben. Sie würden künftig Zigaretten der Marke Chesterfield herstellen, hieß es.

„Die f6 Original ist ein so spezielles Produkt – vom Format über die besondere Packung bis hin zu ihrer langen Geschichte –, dass diese f6-Variante auch weiterhin erhältlich sein wird“, sagt Elfriede Buben, Sprecherin von Philip Morris. Die beliebteste Zigarettenmarke der DDR wird seit 1959 in Dresden hergestellt. Derzeit hat die „f6“ in Ostdeutschland einen Marktanteil von 18 Prozent. Die Amerikaner hatten Marke und Werk 1990 übernommen. Im dritten Quartal waren der Konzernumsatz auf 6,2 Milliarden Euro und der Gewinn auf 1,8 Milliarden Euro geschrumpft. (SZ/dpa)

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