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Mittwoch, 16.01.2013

Pferdefleisch auch in Burgern von Aldi und Lidl

In irischen Supermärkten sind Hamburger mit zum Teil hohen Anteilen an Pferdefleisch entdeckt worden. Betroffen sollen nach Angaben der irischen Verbraucherschutzbehörde auch Töchter der deutschen Discounterketten Lidl und Aldi sein.

London/Düsseldorf. Die irische Verbraucherschutzbehörde hat in Burgern großer Supermarktketten nicht deklarierte Spuren von Pferdefleisch gefunden. Betroffen waren nach Angaben der Behörde auch die irischen Töchter der deutschen Discounter Aldi und Lidl.

Ein Produkt des britischen Lebensmittelkonzerns Tesco habe zu fast einem Drittel aus Pferdefleisch bestanden, berichtete die irische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit. In den beanstandeten Produkten der deutschen Discounter war der Anteil an Pferdefleisch dagegen sehr gering. Eine Gesundheitsgefahr habe in keinem Fall bestanden, betonte die Behörde.

Agrarminister Simon Coveney machte einen Fleischverarbeiter an der Grenze zu Nordirland für den „völlig inakzeptablen“ Fund verantwortlich. Offensichtlich sei eine wichtige Zutat entweder versehentlich oder bewusst falsch etikettiert worden, sagte Coveney dem staatlichen Rundfunksender RTE.

Der Discounter Lidl erklärte am Mittwoch auf Anfrage von dapd zu den Vorgängen in Irland, der Sachverhalt werde derzeit noch geprüft. Ausdrücklich betonte das Unternehmen: „Bei Sortimentsartikeln in Deutschland setzt Lidl den Rohstoff Pferdefleisch nicht ein.“ Von Aldi war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Tesco hat sich bereits entschuldigt und die mutmaßlich betroffenen Burger aus den Regalen seiner Geschäfte in Großbritannien und Irland geräumt. Kontrolleure seien zu der Produktionsstätte geschickt worden und nähmen auch andere Betriebe in Augenschein, hieß es in Irland. „Ein Fehler wurde gemacht, er ist durch unser System aufgefallen, wie es sein sollte, und wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit das nicht wieder passiert.“ (dapd)

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