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Freitag, 31.07.2015

Personalnotstand im Rathaus

Der Personalrat schlägt Alarm: Laut Bürgermeister Lehmann fehlen Hunderte Mitarbeiter.

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© dpa

Obwohl das Rathaus gut 6 000 Beschäftigte hat, schaffen sie die Aufgaben nicht mehr. Aus einigen Bereichen gibt es Überlastungsanzeigen. Da die Einwohnerzahl steigt, fällt mehr Arbeit an. Das geht von Meldeangelegenheiten bis zu der Betreuung von Problemfamilien und auch Asylbewerbern. Deshalb hat die Vorsitzende des Personalrats, Marina Tscheuschner, an alle Fraktionen des Stadtrates geschrieben. Sie bittet die Politiker, Geld in Personal zu investieren. Im Bürgeramt etwa werden wegen des neuen Meldegesetzes sechs zusätzliche Stellen benötigt. „Genehmigt wurde keine“, heißt es im Schreiben. In den Bürgerbüros sind bis zu 40 Prozent der Mitarbeiter wegen Überlastung krank. Auch im Bereich Asyl fehlt Personal, der Plan wurde den steigenden Zahlen nicht angepasst. Es gibt bereits Auswirkungen für die Dresdner. Tscheuschner berichtet, dass Bedürftige frustriert sind, weil sie lange auf ihr Geld warten müssen – das betreffe die Grundsicherung vom Sozialamt.

Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) bestätigt: „Es fehlen mehrere Hundert Mitarbeiter für die Aufgaben. Derzeit werden wir von Entwicklungen wie bei Asylbewerbern überrollt.“ Er wolle die Halbjahresbilanz abwarten. Wenn nicht genügend Geld für Personal zur Verfügung gestellt werden kann, werde er eine Vorlage in den Stadtrat bringen. (SZ/awe)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 21 Kommentare

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  1. BM

    na so etwas - der Dresdner muss warten, weil keine Mitarbeiter für die bedürftigen Deutschen da ist?

  2. wat isn hier looos ?

    Bitte zur Lösung des Problems Fr .Kipping von Timur und seinen Trupp befragen.

  3. Demokrat

    Würde man die Bürokratie im Verwaltungsapparat abbauen ,Beamtentum abschaffen u.Abläufe modernisieren ,dann gäbe es keinen Personalnotstand. Auch kommt mir die Begründung Krankheit wegen Überlastung etwas komisch vor. Da gäb es weit mehr Berufe wo die Mitarbeiter krank sein müssten ,Berufskraftfahrer,Bauarbeiter ,Krankenschwestern um nur einige zu nennen. Also bitte auf dem Teppich bleiben. Stadtverwaltungen ect müssen wie ich Eingangs bemerkte in jeglicher Form entstaubt werden .Es gibt genug gutausgebildete junge Menschen sie müssen nur vernünftig bezahlt werden(Leistungsabhängig) Hinzu kommen oft unqualifizierte Vorgesetzte die Mitarbeitern das Leben schwer machen (Beamtenlaufbahn)u.Abhängigkeiten aufbauen.Kreativität von Mitarbeitern ist da nicht gefragt.Auch im Bereich Asyl fehlt es an Mitarbeitern auch dies ist nur bedingt richtig - würden die Gesetze eingehalten wäre weit weniger Asylanten vorhanden.

  4. wat isn hier looos ?

    @ Demokrat :meinen Sie wirklich im Rathaus werden die Führungsstile Peter und Gilbert Prinzip angewandt ? Totalitären Nepotismus kann man sich vorstellen, aber Peter Prinzip / Gilbert Prinzip ? Tja, aber die herrschenden Symtome im Rathaus scheinen Ihnen Recht zu geben. Auch die Körpersprache einiger Politiker, spiegelt deren Überforderung deutlichst wieder wie z.B: dass veröffentlichte Bild einer Politikerin im Zeltlager Dresden: Hand im Gesicht, seitliche Stellung und zu guter letzt die Beine gekreutzt als müsse man dringend ...

  5. Klaus T.

    Kein anderer Berufszweig ist so am Jammern, keine andere Sparte (könnte) so die Segnungen der Internet Welt nutzen, keine andere Sparte im "Backoffice" mit anderen Kommunen und Verwaltungen kooperieren, sachsenweit, bundesweit, europaweit. Aber die "Produktionsmethoden", die man uns anbietet stammen aus dem 16. Jahrhundert, stoiz verkündet man seine Einzigartigkeit. Kein Mitleid! Jammern lassen.

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