Dienstag, 22.01.2013

Pendlerzüge frontal kollidiert

Völlig verkeilt stehen die Züge noch im Gleis. Foto: dapd
Völlig verkeilt stehen die Züge noch im Gleis. Foto: dapd

Wien. Mindestens 41 Menschen sind bei dem Zusammenstoß zweier Züge in Wien verletzt worden. Zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr, darunter ein Lokführer, wie die Rettungsleitstelle mitteilte. Gründe für die gestrige Kollision waren nach ersten Erkenntnissen der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB ein technischer Defekt an einer Weiche sowie eine falsch erteilte Fahrerlaubnis. Fünf Fahrgäste wurden schwer verletzt.

Laut ersten Ermittlungen war eine Weiche defekt, wie ÖBB-Sprecherin Sarah Nettel sagte. Daraufhin sei die Weichenstellung auf dem eingleisigen Abschnitt manuell erfolgt. Dann habe ein Zug irrtümlich eine Fahrerlaubnis bekommen, die zum Unfall führte. Um 08.45 Uhr stießen laut Angaben der ÖBB die beiden voll besetzten Züge, die in entgegengesetzten Richtungen unterwegs waren, frontal zusammen.

Ob menschliches Versagen für das Unglück verantwortlich war, sei noch unklar. Weshalb es zum technischen Defekt kam, sei ebenfalls ungewiss: „Es lag aber auf jeden Fall nicht am Winterwetter“, sagte Nettel. Die Bergung der Insassen war schwierig. Die Feuerwehr, die mit 80 Mann und 19 Fahrzeugen ausrücken musste, brauchte mehr als zwei Stunden, um alle Menschen aus den schwerbeschädigten Waggons zu retten. (dpa)

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