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Dienstag, 22.03.2016

Pegida will noch lange weiter demonstrieren

Auch wenn dem Bündnis mittlerweile weniger Menschen folgen, soll es in Dresden noch für lange Zeit Pegida-Veranstaltungen geben. Nächste Woche ist aber erst einmal Pause.

Lutz Bachmann spricht auf dem Theaterplatz
Lutz Bachmann spricht auf dem Theaterplatz

© dpa

Dresden. Trotz gesunkener Teilnehmerzahlen will das Bündnis weiter durch Dresden marschieren. Bei der Montagskundgebung auf dem Theaterplatz sagte Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, dass man Sponsoren und genug Kraft habe, um bis zum „Tag der Abrechnung“ 2017 durchzuhalten. Damit meint er offenbar die Bundestagswahl. Die anderen Redner, darunter Tatjana Festerling und der Edwin „Ed der Holländer“ Wagensveld, forderten wie seit Monaten die Abschottung Europas.

Nach Angaben der Studenteninitiative „Durchgezählt“ nahmen am Montag bis zu 3300 Menschen bei Pegida teil, etwa 900 weniger als in der Woche zuvor. Zwei Gegendemonstrationen verzeichneten etwa 300 Anhänger. In der kommenden Woche wird es wegen des Ostermontags aber erst einmal keine Pegida-Demo geben.

So berichteten wir am Abend aktuell:

21:00 Uhr: Die Polizei meldet keine besonderen Vorkommnisse an diesem Abend. Insgesamt seien 265 Beamte im Einsatz gewesen, um die Demos abzusichern.

20:53 Uhr: Auch bei Gepida ist nach einer Abschlusskundgebung am Neustädter Markt nun Schluss.

20:33 Uhr: In der kommenden Woche ist Ostermontag. Da soll es keine Pegida-Veranstaltung geben, sagt Lutz Bachmann. Am 4. April will man sich dann wieder treffen - sowohl in Dresden als auch in Leipzig bei Legida. Däbritz beendet als Anmelder schließlich die Kundgebung.

20:31 Uhr: Nun singt man gemeinsam mit Ramona die Nationalhymne.

20:28 Uhr: „Verdammt nochmal, baut diesen Zaun!“ fordert Festerling. „Festung Europa, macht die Grenzen dicht“, rufen einige Pegida-Anhänger. Zwei Minuten später ist Festerling fertig.

Die Demos am Montagabend

20:26 Uhr: Die Pegida-Frontfrau bemüht ein Wasserbild: Dieses suche sich immer einen Weg, es sei denn, man baue einen Damm.

20:24 Uhr: Festerling spricht von „Thinktanks“, den Türkei-Deal, Ignoranz der Politik usw. Sie rechnet dem Publikum vor, wie viele Flüchtlinge in diesem Jahr kommen sollen.

20:18 Uhr: Gepida protestiert nun in Hör- und Sichtweite am Schlossplatz in Richtung Theaterplatz, bringt Tatjana Festerling aber nicht aus der Fassung.

20:15 Uhr: Festerling spricht von Islamisierung im „Turbogang“. Die Krise werde benutzt, um eine europäische Zentralregierung einzuführen. Die Zuhörer quittieren Festerlings Worte mit „Widerstand“-Rufen.

20:14 Uhr: Bei Pegida nehmen heute nach erster Schätzung 2700-3300 Menschen teil, twittert die Initiative „Durchgezählt“.

20:09 Uhr: Nun ist Tatjana Festerling. Sie geht einmal mehr auf die drei Landtagswahlen ein, bei denen die AfD vor einer reichlichen Woche Wahlerfolge feierte. Festerling beklagt, dass Kanzlerin Angela Merkel von niemandem aufgehalten worden sei, mit der Türkei einen Handel einzugehen. „Merkel hat uns an den Islam verkauft“, sagt sie.

20:05 Uhr: Gepida-Demo zieht nun in Richtung Schloßstraße weiter, bei Pegida beginnt gleich die zweite Runde der Kundgebung.

19:55 Uhr: Im Pegida-Livestream ist zu sehen, wie ein Osterstrauch wieder in Form gebracht wird. Nach der Demo soll Tatjana Festerling sprechen. Die ersten Demonstranten treffen gerade wieder auf dem Theaterplatz ein.

19:49 Uhr: Gepida wartet am Postplatz auf die Pegida-Anhänger. Sie wollen in Hör- und Sichtweite protestieren. Die Polizei trennt die Lager, jeder ruft seine Parolen.

19:42 Uhr: Pegida zieht nun am Haus der Presse vorbei, wo neben uns auch die Morgenpost arbeitet. Man ruft „Lügenpresse.“

19:40 Uhr: Bei der Gepida-Demo auf dem Postplatz wird bekräftigt, entschlossen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzugehen. Etablierten Parteien wirft man vor, vor der AfD einzuknicken.

19:28 Uhr: Jetzt wird marschiert - in Richtung Haus der Presse. Hier darf es auch mal laut werden, sagt Däbritz.

19:26 Uhr: „Der Druck von der Straße muss erhöht werden“, sagt Däbritz. Die Zuhörer rufen „Widerstand“. Däbritz zählt nun die rechtspopulistischen Parteien Europas auf und fordert die AfD auf, sich zu diesen zu bekennen und sich europäisch zu vernetzen.

19:19 Uhr: Däbritz zitiert nun einen Zeitungsartikel der Stuttgarter Nachrichten, der das Thema Geld- und Sachleistungen aus seiner Sicht auf den Punkt bringt. „Besser könne man es nicht ausdrücken“ lobt Däbritz. Es handelt sich übrigens um diesen Artikel.

19:14 Uhr: Nun ist Siegfried Däbritz an der Reihe und erläutert seine Sicht der Dinge über den EU-Türkei-Deal. Er fordert Europas Abschottung vor den „Invasoren“, spricht von Alternativrouten der Flüchtlinge und rechnet dem Publikum vor, wie viele Flüchtlinge zu erwarten seien.

19:11 Uhr: Die Gepida-Demo ist nun an der Altmarktgalerie. Bei einer Zwischenkundgebung heißt es, dass man keinen Bock auf Sächsische Verhältnisse habe und mehr Toleranz wolle.

19:07 Uhr: Ed, der eigentlich Edwin Wagensveld heißt, spricht von den Zuständen in Holland. Er lebt aber seit Jahren im unterfränkischen Bastheim. Er redet von Freiheit, Meinungsfreiheit und davon, dass der Islam vertrieben werden müsse.

19:03 Uhr: Bei der 2. Gegenveranstaltung am Jüdenhof wurden um 18:50 Uhr 23 Menschen gezählt, teilt die Initiative „Durchgezählt“ mit.

19:01 Uhr: Jetzt ist Ed der Holländer - jetzt ohne Schweinemütze - dran: Er fragt: „Wollt ihr mehr oder weniger Refugees?“ Das Publikum ruft Abschieben. Es geht um das Verfahren gegen Geert Wilders.

19:00 Uhr: Siegfried Däbritz bittet die Zuhörer, offizielle Fahnen von Land und Bund einzuholen. Die Fahnen mit den Wappen sind nicht erlaubt.

18:58 Uhr: Bachmann ist immer noch bei seinen zehn Thesen: Besonders viel Beifall bekommt Nummer 8, die eine „Normalisierung“ der Beziehungen zur russischen Förderation. Bachmann ist dann fertig.

18:54 Uhr: Bachmann sagte auch, dass Pegida Sponsoren und genug Kraft habe, um bis zum „Tag der Abrechnung“ 2017 durchzuhalten. Damit meint er offenbar die Bundestagswahl.

18:54 Uhr: Bachmann erklärt, dass man gekommen sei, um zu bleiben. Und man bleibe, um zu siegen. Er spricht von vernünftiger, konstruktiver Arbeit, die man geleistet habe und grenzt sich gegen NPD und Co ab. Nun will Bachmann die zehn Pegida-Thesen verlesen.

18:49 Uhr: Während Lutz Bachmann fiktiv mit CSU-Chef Horst Seehofer spricht, beginnt die Gepida-Demo mit etwa 300 Teilnehmern vom Neumarkt.

18:45 Uhr: Bei Pegida verliest Lutz Bachmann die Auflagen. Nun startet die Kundgebung.

18:40 Uhr: Bei Pegida ist es noch nicht so voll wie üblich. Ein Reporter schätzt etwa 500 Teilnehmer bei Pegida. Allerdings sind noch viele unterwegs. Lutz Bachmann ist da, auf der Bühne sind Ostereier in Schwarz-Rot-Gold und Schwarzgelb zu sehen.

18:38 Uhr: Auf dem Neumarkt bei Gepida sind schätzungsweise etwa 200 Menschen zusammengekommen.

18:33 Uhr: Auf dem Theaterplatz füllt es sich zwar nach wie vor. In Kürze soll hier auch die Kundgebung beginnen.

18:25 Uhr: Bei Gepida auf dem Neumarkt sind mittlerweile die Versammlungsauflagen verlesen worden. Man will bei einer Demonstration in Sicht- und Hörweite von Pegida protestieren.

18:17 Uhr: Immer mehr Menschen kommen bei Pegida auf dem Theaterplatz zusammen. Bei den Gegenveranstaltungen auf dem Neumarkt gibt es auch noch Zulauf.

18:05 Uhr: Auf dem Theaterplatz sind die ersten Pegida-Anhänger eingetroffen. Auch auf dem Neumarkt bei Gepida ist es sehr übersichtlich. Zuvor wurden hier Tatjana Festerling und Ed „der Holländer“ von Pegida gesehen, als sie mit Schweinemützen neben den Wolfsskulpturen posierten.

(szo)