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Montag, 16.11.2015

Pegida verknüpft Terror mit Asylfrage

Der Montag bleibt Dresdens Kundgebungstag: Wieder „spazierte“ Pegida im Stadtzentrum, wieder gab es eine Gegenveranstaltung von Gepida.

Pegida-Demonstranten am 16. November auf dem Theaterplatz.
Pegida-Demonstranten am 16. November auf dem Theaterplatz.

© Robert Michael

Dresden. Bis zu 8 000 Menschen haben laut der Studentengruppe „Durchgezählt“ am Montagabend an der Pegida-Demonstration in Dresden teilgenommen.* Zu Anfang der Kundgebung auf dem Theaterplatz fand eine Schweigeminute für die Opfer der Terroranschläge von Paris am vergangenen Freitag statt. Die Gewalttäter würden mit den Strömen von Asylsuchenden nach Europa kommen, behauptete Pegida-Mitorganisator Siegfried Däbritz in seiner Rede. „Wer die Flüchtlingsfrage immer noch nicht mit Terror verknüpft, ist ein Vollidiot“, sagt er wörtlich.

Laut Polizei muss sich ein 16-Jähriger nach dem Zeigen des Hitlergrußes wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Ein 27-Jähriger verstieß gegen das Versammlungsgesetz, weil er vermummt war.

Rund 1 000 Menschen demonstrierten auf dem Schlossplatz gegen den Aufzug der Pegida-Demonstranten. Die Polizei hatte für den Abend mit Blick auf die Terroranschläge von Paris im Vorfeld ein besonderes Sicherheitskonzept festgelegt, wie ein Sprecher mitteilte. Demnach sollten Personen, die auffällige oder große Gepäckstücke bei sich trugen, überprüft werden. Mindestens ein Mann wurde aus der Pegida-Kundgebung herausgeholt, dessen große Sporttasche wurde durchsucht.

Derweil wurde ein Video bekannt, dass Tatjana Festerling zeigt, die frühere Pegida-Kandidatin für die Dresdner Oberbürgermeisterwahl. Darin erklärt sie, dass es „in Dresden weniger Berührungsängste“ zu Hooligans gibt und diese von Anfang an, bei Pegida-Demos für Sicherheit gesorgt hätten, darunter auch Anhänger von Dynamo Dresden. (SZ/two/lex/kde)

* In einer ersten Schätzung waren die Studenten noch von 9 000 bis 12 000 Teilnehmern ausgegangen, wie „Durchgezählt“ über Twitter mitteilte.