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Donnerstag, 19.03.2015

Pegida holt Wilders nach Dresden

Der niederländische Islamkritiker Geert Wilders bestätigt sein Kommen zu einer Großkundgebung am 13. April.

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Kommt nach Dresden: Geert Wilders
Kommt nach Dresden: Geert Wilders

© dpa

Dresden. Das Rätselraten um den prominenten Redner auf einer Großkundgebung der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung ist beendet: Es handelt sich um den niederländischen Islamkritiker und Führer der Freiheitspartei mit Sitz in Den Haag, Geert Wilders. Dessen engster Berater, der belgische Publizist Paul Beliën, bestätigte gestern eine entsprechende Anfrage der SZ.

Demnach wird die von Pegida bereits für den Ostermontag angekündigte Großkundgebung im Dresdner Ostragehege um eine Woche auf den 13. April verschoben. Auf Nachfrage bestätigte auch Pegida-Vereinschef Lutz Bachmann sowohl den Namen Wilders wie auch die zeitliche Verlegung des Massenprotests. Er erwartet zum Wilders-Auftritt 25 000 bis 30 000 Menschen. „Wir werden aber auch am Ostermontag demonstrieren und dabei unseren Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Dresden vorstellen“, fügte Bachmann hinzu.

Der 51 Jahre alte Wilders teilte am gestrigen frühen Abend mit, es sei großartig, „dass ich bei dieser Versammlung sprechen darf und all diese Menschen unterstützen kann, die sich bewegen gegen die wachsende Islamisierung Europas und sich einsetzen für die Erhaltung der Werte unserer westlichen Kultur und Identität.“

Bereits im Januar war auf einer Pegida-Kundgebung in Dresden ein Grußwort von Wilders verlesen worden. Darin hieß es, er unterstütze Pegida „von Herzen“. Seine Partei wolle, was Pegida wolle: „ein freies Volk, ein freies Land, eine zivilisiert Gesellschaft und keine Islamisierung. (...) Keiner kann uns stoppen.“ (SZ/uwo)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 44 Kommentare

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  1. Beobachter

    Es tut mir unheimlich leid für diese wunderschöne Stadt. Ich, als deutscher "Migrant" (wie einige das hier so nennen mögen) und Familie verlassen diese Stadt für immer, da unsere Sicherheit auf der Straße von seitens der Staatsregierung und Polizei nicht gewähleistet kann. Sachsen einig Nazi-Staat!!

  2. FA

    @1: Leben Sie wohl ... und ich freue mich auf den 13. April!

  3. Albright

    Ich würde dann von Stuttgart gen Dresden ziehen, da habe ich noch Hoffnung, abends nicht von gewissen Personen angepöbelt zu werden, es ist wohl auch eher unwahrscheinlich, das sich Angehörige einer bestimmten Religion beim Anblick von sommerlich bekleideten Frauen belästigt fühlen.

  4. Peter

    @Beobachter: Ich kann mich dem leider nur anschließen. Ich als "Deutscher" habe inzwischen auch Angst in meiner Stadt. Fremdenfeindlichkeit hinter'm gutbürgerlichen Antlitz ist alltäglich geworden. Ich schäme mich für meine Heimatstadt - insbesondere da PEGIDA jetzt den Schleier (endgültig) fallen lässt und offene Rechtspopulisten einlädt. PEGIDA Anhänger mögen wieder sagen: Lest unser Programm...wir sind nur Wutbürger...Ja, aber Wutbürger, die gegen Migranten und Religionen hetzen sind Rassisten.

  5. Ich

    Komisch wofür Kommentare zugelassen werden und wofür nicht. Danke an die SZ und ihre "freien" Journalisten.

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