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Freitag, 16.01.2015

Pegida bei Günther Jauch

Lange wollten die Organisatoren nicht mit der Presse sprechen. Nun hat die Vereinssprecherin Kathrin Oertel der Redaktion von „Günther Jauch“ ihre Zusage für die nächste Sendung gegeben.

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Kathrin Oertel, Mitglied des Pegida-Organisationsteams und Pressesprecherin des gleichnamigen Vereins.
Kathrin Oertel, Mitglied des Pegida-Organisationsteams und Pressesprecherin des gleichnamigen Vereins.

© Robert Michael

Berlin. Der Redaktion von „Günther Jauch“ ist ein überraschender Coup gelungen. Für die Sendung am Sonntag (18.1.; 21:45 Uhr), die unter dem Motto „Politik trifft Protest - Pegida bei Günther Jauch“ steht, konnten die Macher als Erste ein Mitglied aus dem Organisationsteam der Protestbewegung gewinnen. Laut einer Pressemitteilung werde sich die als Sprecherin von Pediga fungierende Kathrin Oertel der Live-Diskussion stellen.

Demnach sollen am Sonntag Fragen wie „Was sind die Ziele und Absichten von Pegida?“, „Werden die Demonstranten zu Unrecht der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt?“ oder „Ist Pegida tatsächlich Ausdruck eines Rechtsrucks in der Gesellschaft?“ besprochen werden. Bislang hatten sowohl Macher als auch Anhänger der Pegida mit der vermeintlichen „Lügenpresse“ nicht sprechen wollen.

Neben Oertel sollen Jens Spahn (CDU, Mitglied des Parteipräsidiums), Wolfgang Thierse (SPD, ehemaliger Präsident des Bundestags), Alexander Gauland (AfD, stellvertretender Parteichef) und Frank Richter (Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung) an der Diskussionsrunde teilnehmen. (szo)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 143 Kommentare

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  1. Didi

    Finde das höchste Zeit !!! Obwohl die Ziele und Forderungen von PEGIDA ja mittlerweile hier im Raum Dresden bekannt sein dürften, scheint dies bundesweit nicht der Fall zu sein. Bei dieser Gelegenheit kann sie vielleicht auch einiges klarstellen und dem einen oder anderen gewisse Ängste nehmen. Vielleicht kommt dadurch auch eher ein Dialog hier in Dresden zustande und der "braune" Mantel, den man PEGIDA umgehangen hat, verschwindet. Was da gestern Abend bei Dieter Nuhr die Kabaret-tisten Ingo Appelt und besonders Torsten Sträter von sich gaben, war absolut unter der Gürtellinie!!!

  2. Florian Erbach

    Naja, was heißt "brauner Mantel"? Schaut man sich die Demonstranten und ihre Äußerungen an, dann geht das schon in eine gewisse Richtung. Welch Absurdität, dass in Dresden so viele auf die Straße gehen, wo dort der Anteil der "Fremden" so gering ist. Die Ängste der PEGIDA-Menschen resultiert nur aus Unkenntnis und Fremdenfeindlichkeit. Das klingt brutal, ist aber so. Deutschland ist weit von Überfremdung, Islamisierung und dem Untergang entfernt... Ich bin für ein weltoffenes und freiheitliches Deutschland. Keine Mauern, keine Grenzen!

  3. Alt89ziger

    Da liegt nun ganz viel Verantwortung auf Günther Jauch. Er hat natürlich die Fähigkeiten PEGIDA vorzuführen - dann würde er sicher bald mit unter „Lügenpresse“ subsumiert. Er kann auch neutral die Sendung moderieren, so daß dann am Ende alle auseinandergehen und eben gegensätzlicher Meinung sind und bleiben. Dann bleibt er der hervorragende Moderator und Entertainer der er ja ist. Oder er bringt die Dinge auf den Punkt die das Volk in so großer Zahl auf die Straße treibt und die die Betonköpfe in der Regierung (Land und Bund) einfach nicht hören können –( ich denke sie haben wirklich die Fähigkeiten dazu verloren). Im letzten Fall, wenn Jauch hilft, daß PEGIDA sich treffsicherer artikulieren kann, dann könnte er ein Christof Ziemer oder Kurt Masur unserer Tage werden.

  4. Conny

    @Didi: "Lügenpresse", "Bewegung" und "Volksverräter", "Wir sind das Volk" - gemeint ist aber "Wir sind die Völkischen". Na wenn das kein "brauner Mantel" ist glaube ich ab morgen an den Weihnachtsmann oder an das Christkind. Schau dir doch die Demonstranten an, die da am Montag mitlaufen. Ist mir schleierhaft, wie man ernsthaft so einen Kommentar schreiben kann.

  5. Franz K.

    @Florian Erbach, wie wollen Sie ein freiheitliches Deutschland erhalten, wenn Sie niemand Grenzen setzen wollen. Eine Gesllschaft kann nur funktionieren, wenn es klare Regeln gibt. Und den Dresdnern Unkenntnis vorzuwerfen, ist schon stark. Inzwischen gibt es hier auch "Westfernsehen" und nicht nur das ND und die JW.

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