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Freitag, 08.12.2017

Ostdeutsche länger bei der Arbeit

Kamenz. Die Arbeitswoche in Sachsen ist gut 70 Minuten länger als in Westdeutschland. Das zeigt eine Auswertung für das Jahr 2016, die das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag vorgelegt hat. Der durchschnittliche sächsische Berufstätige leistet demnach 1 411 Stunden im Jahr, während im Westen durchschnittlich 1347 Stunden gearbeitet werden. Im Jahr macht das 64 Stunden Unterschied aus.

Im Ländervergleich stehen die Sachsen allerdings nicht an der Spitze: Thüringer arbeiten im Schnitt noch 23 Stunden mehr pro Jahr und könnten sich damit als die Fleißigsten bezeichnen. Es folgen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Das kleinste Arbeitsvolumen pro Erwerbstätigen meldet das Saarland: 1 319 Stunden pro Jahr.

Ein Blick in die Tabellen zeigt, dass die Gründe vor allem in der Verbreitung von Teilzeitjobs und bestimmten Berufen liegen. Wo viele Bauarbeiter tätig sind, ist die Arbeitszeit lang: In Sachsen kommt das Baugewerbe auf eine Arbeitszeit von 1 638 Stunden pro Kopf im vorigen Jahr. Ein Jahr vorher waren es noch sechs Stunden mehr, 2010 weitere 54 Stunden mehr.

Weil Teilzeitjobs an Bedeutung gewannen, sank die durchschnittliche Arbeitszeit in Sachsen seit 2010 um drei Prozent. Zugleich wuchs aber die Zahl der Berufstätigen in Sachsen um drei Prozent. (SZ/mz)

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