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Mittwoch, 04.10.2017

Obi-Streik in Pirna

Die Beschäftigten treten am Mittwoch aus dem laufenden Betrieb in den Arbeitskampf. Kunden sollten sich auf Warteschlangen einstellen.

Zum wiederholten Mal in diesem Jahr wird bei Obi gestreikt.
Zum wiederholten Mal in diesem Jahr wird bei Obi gestreikt.

© Archiv: Schulze

Pirna. Obi-Beschäftigte sind am Mittwoch um 10 Uhr in mehreren Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Streik getreten, teilte die Gewerkschaft Verdi am Vormittag mit. Aus dem laufenden Betrieb wurde auch die Filiale in Pirna bestreikt. Aufgerufen. „Die Beschäftigten sind wütend über das Verhalten von Obi. Seit August gibt es im Einzel- und Versandhandel eine Tariferhöhung von 2,3 %. Diese Erhöhung wird auch teilweise von nicht tarifgebundenen Unternehmen weitergegeben, nicht so beim Marktführer. Dort klafft eine Lücke von ca. 300 Euro zur tariflichen Entlohnung“, heißt es in einer Mitteilung. Obi bereichere sich auf Kosten seiner Beschäftigten, so Streikleiter Jörg Lauenroth-Mago. „Mit dieser kurzfristigen Arbeitsniederlegung kämpfen die Beschäftigten für existenzsichernde Löhne.“ Der Streik soll bis zum Ende der Spätschicht dauern.

„Da kann es schon vorkommen, dass trotz einer Warteschlange im Kassenbereich die Arbeit eingestellt wird und sich die Kassiererin den streikenden Kolleginnen anschließt. Aber dafür ist die Unter-nehmensleitung verantwortlich - mit einer Bezahlung nach Tarifvertrag könnte der Streik sofort beendet werden“, so Lauenroth-Mago.