erweiterte Suche
Samstag, 16.02.2013

Nordkoreas feiert 71. Geburtstag von Ex-Machthaber Kim Jong Il

Nordkorea feiert mit Pomp und Getöse den 71. Geburtstag des gestorbenen Ex-Machthabers Kim Jong Il. Das Regime nutzt die Feierlichkeiten und preist seinen Atomtest als großen Erfolg.

Der Personenkult im kommunistischen Nordkorea um den früheren Machthaber Kim Jong Il ist auch mehr als ein Jahr nach dessen Tod ungebrochen. Das Regime feierte am Samstag in Pjöngjang Kims 71. Geburtstag - mit öffentlichen Huldigungen, Massenversammlungen und Ausstellungen.
Der Personenkult im kommunistischen Nordkorea um den früheren Machthaber Kim Jong Il ist auch mehr als ein Jahr nach dessen Tod ungebrochen. Das Regime feierte am Samstag in Pjöngjang Kims 71. Geburtstag - mit öffentlichen Huldigungen, Massenversammlungen und Ausstellungen.

© dapd

Seoul. Der Personenkult im kommunistischen Nordkorea um den früheren Machthaber Kim Jong Il ist auch mehr als ein Jahr nach dessen Tod ungebrochen. Das Regime feierte am Samstag in Pjöngjang Kims 71. Geburtstag - mit öffentlichen Huldigungen, Massenversammlungen und Ausstellungen. Außerdem wurden Militärs befördert und verdiente Bürger geehrt. Nordkorea nutzte zudem die Feierlichkeiten noch einmal, um den international verurteilten Atomtest des Landes am vergangenen Dienstag als nationalen Erfolg zu würdigen.

Kim Jong Il war von 1994 bis 2011 Machthaber in dem weitgehend abgeschotteten Land. Sein Sohn und Nachfolger Kim Jong Un zollte gemeinsam mit seiner Gattin Ri Sol Ju seinem Vater im «Kumsusan-Palast der Sonne» in Pjöngjang Respekt, wie die Staatsmedien berichteten. In dem Mausoleum liegen die einbalsamierten Leichname Kim Jong Ils und dessen Vaters, dem als Staatsgründer verehrten Kim Il Sung.

In der Hauptstadt wurden den Berichten zufolge außerdem neue Statuen der beiden früheren Machthaber enthüllt. Der etwa 30 Jahre alte Kim Jong Un war kurz nach dem Tod seines Vaters im Dezember 2011 zum obersten Führer der Partei, des Volkes und der Streitkräfte ausgerufen worden.

Mit dem dritten erfolgreichen Atomtest hätten das Militär und das Volk gegenüber der Welt demonstriert, dass Nordkorea eine «starke Atommacht» sei, sagte das protokollarische Staatsoberhaupt des Landes, Kim Yong Nam, laut Berichten des Staatsfernsehens. Er sprach dabei in Pjöngjang bei einer Versammlung zu Ehren Kim Jong Ils vor Vertretern der Arbeiterpartei, des Militärs und der Regierung.

Nordkorea hatte nach seinem dritten Atomtest nach 2006 und 2009 angedeutet, weitere Atomsprengsätze zu zünden. Pjöngjang will dabei nach eigenen Angaben sein weiteres Vorgehen vom Verhalten der USA abhängig machen, denen es eine feindselige Politik vorwirft.

Eine Gruppe von nordkoreanischen Flüchtlingen in Südkorea schickte unterdessen an Kim Jong Ils Geburtstag erneut gasgefüllte Ballons mit anti-nordkoreanischen Propaganda-Flugblättern über die Grenze in den Norden. Die Aktion fand nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Imjingak-Pavillon an der vier Kilometer breiten militärischen Pufferzone statt. Diese trennt beide Staaten voneinander.

Nordkorea habe den Atomtest trotz aller internationaler Warnungen unternommen, wurde Park San Hak, Leiter der der Organisation Kämpfer für ein freies Nordkorea, zitiert. Den Nordkoreanern wolle die Gruppe über die nuklearen Ambitionen ihrer Regierung und deren «Heuchelei» in Kenntnis setzen. Nordkorea kritisiert diese Flugblattaktionen in Südkorea als Provokation. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.