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Freitag, 08.12.2017

Niesky wird zum Winterdorf

Zum zweitägigen Weihnachtsmarkt auf dem Zinzendorfplatz wird an drei Abenden Aprés-Ski geboten. Eine Neuheit für die Gäste.

Von Steffen Gerhardt

Im weihnachtlichen Lichterglanz zeigt sich der Zinzendorfplatz.
Im weihnachtlichen Lichterglanz zeigt sich der Zinzendorfplatz.

© Archivfoto: Jens Trenkler

Niesky. Der Nieskyer Weihnachtsmarkt kommt in diesem Jahr erstmals mit einer Aprés-Ski-Party einher. Initiator der Party am Abend ist Toni Heide. Bereits zum Nieskyer Herbstfest hat der Veranstalter die Stadt Niesky unterstützt, nun erweitert er mit seinem Angebot den Weihnachtsmarkt, der an diesem Sonnabend und Sonntag auf dem Zinzendorfplatz stattfindet. Ort des Geschehens wird wie zum Herbstfest der „Chinesische Tempel“ sein. Jenes Rondell hinter dem Gymnasium in dem die Schüler sonst ihre Fahrräder unterstellen. „Dazu verwandeln wir diesen Tempel zu einer vollverkleideten Aprés-Ski-Basis, die zudem noch beheizt wird“, sagt Toni Heide.

Konkret sieht das so aus, dass ein 47 Meter langes Fotobanner in Holzoptik um den Tempel gezogen wird. „Zudem setzen wir eine echte Holztür ein, damit der Gast das Gefühl hat, in eine Skihütte zu kommen. Von innen hat er dann einen schönen Panoramablick auf die Berge“, ergänzt Toni Heide. Eine Bar ist darin aufgebaut und eine Musikanlage. Zwar mit weniger Bums als zum Herbstfest, aber dennoch gut hörbar. Schließlich wird auch an die Anwohner gedacht.

An drei Abenden lädt sie Skihütte ab 17 Uhr zum Besuch in das Nieskyer Winterdorf ein. Los geht es am Freitag. Ein DJ wird für den musikalischen Hüttenzauber sorgen, wobei für Sonnabendabend der Youtube-Star „Ingo ohne Flamingo“ zum Mikrofon greifen wird. Mit Hits aus der Aprés- und Ballermann-Szene wird er für Stimmung in der Hütte sorgen. Damit nicht genug, nach Mitternacht geht die Party weiter – im Jugendzentrum Holz. Eingeladen wird dort zu einer „NY City Aftershow“. Am Sonntag endet die Aprés-Ski-Party zusammen mit dem Nieskyer Weihnachtsmarkt gegen 21 Uhr.

Der Weihnachtsmarkt selbst öffnet ab Sonnabend, 12 Uhr, informiert die Stadtverwaltung. Neben dem Trubel auf dem Platz sind die umliegenden öffentlichen Gebäude für die Marktgäste offen. So ist in der Jahnhalle eine Modellbahnausstellung zu sehen, die Kirche der Brüdergemeine hält ihre Türen geöffnet und auch Museum und Bibliothek bieten den Besuchern nicht nur Wärme, sondern auch Programme und eine Foto-Ausstellung über Niesky an. Darüber hinaus wird das Museum am Sonnabendnachmittag zur Weihnachtsbäckerei für Kinder.

Die Nieskyer Freizeitkünstler sind ebenfalls dabei, zumindest mit ihren Werken in der Kirche am Zinzendorfplatz. Entstanden sind sie auf Hiddensee anlässlich eines Pleinairs in diesem Jahr. Aber auch Cartoonist Kümmel wird seinen Zeichenstift wieder übers Papier flitzen lassen. Dazu ist er Sonntagnachmittag im Museum anzutreffen – zu seiner kümmeligen Weihnachtszeit. Musikalisch und gesanglich wird an beiden Tagen ebenfalls einiges geboten, so durch den Schulchor des Schleiermacher-Gymnasiums, den Chor der Brüdergemeine sowie der Christuskirche. Das Dr.-Blech-Quintett tritt am Nachmittag des zweiten Advents auf, gefolgt von Schlagersängerin Nicci Schubert. Sie singt von einer zauberhaften Weihnacht, bevor im Anschluss Winterdorf ganz andere Töne zu hören sein werden.