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Mittwoch, 16.05.2018 Kommentar

Nicht schön, aber keine Katastrophe

SZ-Lokalchef Peter Anderson über ein kleines Übel mit großen Folgen.

Von Peter Anderson

Peter Anderson ist Redaktionsleiter der Meißner Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung.
Peter Anderson ist Redaktionsleiter der Meißner Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung.

© Claudia Hübschmann

Ein kleiner Familienbetrieb hat mit einem eigentlich überschaubaren Problem zu kämpfen. Der auf diesem Gebiet offenbar recht scharfe Verbraucherschutz sorgt dafür, dass der Vorfall bundesweit an die Öffentlichkeit gelangt. Die Folgen sind nicht absehbar. Der Konsument ist ein scheues Reh. Schnell reagiert er verstört. Nur mit Aufwand und über einen längeren Zeitraum lässt er sich wieder zurückgewinnen. Vor diesem Dilemma steht derzeit die Traditionskelterei Wustlich aus Niederau.

In einem System, in welchem sich solche Hiobsbotschaften derart schnell und weit verbreiten, hat allerdings auch der Konsument eine besondere Verantwortung. Er sollte die gerade über das Internet mittlerweile leicht zugänglichen Quellen nutzen, um sich über das Ausmaß des Schadens zu informieren. Die Produktpalette der Kelterei ist groß. Betroffen von der möglichen Belastung mit Schimmelpilzgift sind eine oder zwei Chargen des klaren Apfelsaftes. Schon eine geringe Menge fauligen Obstes kann dies verursacht haben. Das ist freilich nicht schön, aber gleichzeitig auch nicht der Weltuntergang. Einfach mal aufs Etikett schauen, ob der Saft in der Speisekammer dazugehört. Ist das der Fall, am besten umtauschen und stattdessen etwas Kirsch- oder Schwarzen-Johannisbeersaft von Wustlich mitnehmen.

E-Mail an Peter Anderson