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Donnerstag, 07.12.2017

Neuer Putz für alte Halle

Die Bauarbeiten an der Turnhalle Pretzschendorf laufen bisher nach Plan. Die SZ stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

Von Anja Ehrhartsmann

Was sich ändert

Mario Wünschmann arbeitet im Sanitäranbau der Turnhalle in Pretzschendorf. Hier bekommen die Räume einen neuen Zuschnitt. Dazu wurden Wände abgebrochen und an anderer Stelle neu eingezogen. Der Maurer verputzt die alten Übergänge im Mauerwerk.
Mario Wünschmann arbeitet im Sanitäranbau der Turnhalle in Pretzschendorf. Hier bekommen die Räume einen neuen Zuschnitt. Dazu wurden Wände abgebrochen und an anderer Stelle neu eingezogen. Der Maurer verputzt die alten Übergänge im Mauerwerk.

© SZ/Anja Ehrhartsmann

Pretzschendorf. Willkommen auf der Baustelle.“ Mit diesen Worten öffnet Stefan Lippert vom Bauamt der Gemeinde die Tür zur Turnhalle in Pretzschendorf. Seit September wird hier gearbeitet. Doch von Baustellenlärm und geschäftigem Treiben keine Spur. Einzig Maurer Mario Wünschmann ist in den Räumen zu Gange.

Was sich ändert

In der Turnhalle ragen nur noch die alten Hülsen aus dem Boden, in denen bis vor kurzem noch das Reck im Sportunterricht versenkt wurde. „Das kommt auch noch raus“, sagt Stefan Lippert. Abgesehen davon sind schon so gut wie alle Überreste beseitigt. Die Sportgeräte sind zum Teil ins Kulturhaus Pretzschendorf umgezogen, dort findet der Schulsport der Grundschule statt. Ein Teil wurde aber auch entsorgt wie zum Beispiel Sprossenwände und Kletterstangen, denn die müssen künftig in den Prallschutz an der Turnhallenwand integriert werden, so will es der heutige Sicherheitsstandard.

Der offizielle Baustart war am 20. September, damals wurde mit dem Abbruch begonnen: Fußböden und Wandbeläge kamen raus, Heizung, Elektrik, Waschbecken und Toiletten wurden ausgebaut. Sechs bis acht Wochen hat es gedauert, um das Gebäude wieder in den Rohbauzustand zu versetzen. „Im Zuge dessen wurden im Sanitäranbau auch schon die Zuschnitte geändert“, sagt Stefan Lippert. Denn dort entstehen zusätzlich eine Behindertentoilette und das Lager für die Holzpellets, mit denen die neue Heizung betrieben wird. Mit dem Innenausbau wurde schon begonnen. Im November kamen überall die neuen Fenster rein. „Der Elektriker hat jetzt mit der Rohinstallation begonnen, die ersten Kabel sind verlegt.“ Die Decke wurde neu gestrichen, die Beleuchtung muss noch angebracht werden. Es gibt genug zu tun. Über die Wintermonate soll der Innenausbau vorangetrieben werden. Auch außen gibt es schon was zu sehen, das Flachdach ist soweit fertig. Es fehlt nur noch der Aufbau, der die Fassade optisch mit dem Dach verbindet. Das soll dann zusammen mit der Außendämmung gemacht werden, so Lippert. Ganz zum Schluss wird dann gestrichen. Die Farbgebung wurde mit der Schule abgesprochen. Die Halle selbst wird weiß mit einem Farbband aus verschiedenen Grüntönen. Sanitäranbau und Gerätelager sollen orange gestrichen werden.

Anbau ist dringend nötig



Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sind insgesamt in drei Bauabschnitte gegliedert. Bis zu den Sommerferien soll alles fertig sein. Wenn der Winter sich nicht bis in den April zieht, kann der Termin auch gehalten werden, sagt Stefan Lippert. „Wir bereiten gerade die Ausschreibung für den dritten Bauabschnitt vor, der den Anbau des Gerätelagers umfasst.“ Sobald das Wetter im Frühjahr passt, soll es damit losgehen. Angebaut wird in Richtung der Dresdner Straße. Ein Durchbruch verbindet die Gebäudeteile. Der zusätzliche Platz war dringend nötig. „Wir waren davor am Limit.“

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Fördermittel bekommt die Gemeinde aus verschiedenen Töpfen: Aus dem Fonds „Brücken in die Zukunft“ gibt der Bund etwa 147 000 Euro dazu, der Freistaat rund 400 000 Euro. Über die Schulförderrichtlinie kommen noch mal 80 000 Euro vom Land. An Eigenmitteln muss die Gemeinde 375 000 Euro zuschießen.