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Montag, 06.06.2016

Neuer Glanz für die Sankt Georgskirche

Das Gotteshaus wird saniert. Dafür setzen sich Handwerker und Kirchengemeinde gemeinsam ein.

Das zum größten Teil bereits frisch gedeckte Dach der Evangelischen Sankt Georgskirche zu Daubitz leuchtet dem Betrachter entgegen und kündet weithin von der Sanierung des Gotteshauses. Noch stehen die Gerüste um die Kirche, sind die Handwerker mehrerer Gewerke emsig im Einsatz. Denn bis Ende September, Anfang Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen werden. Mit dem Aufstellen der Gerüste zu Beginn des Dezembers 2015 fiel der Startschuss für das Bauvorhaben. Mitglieder der Evangelischen Sankt Georgskirchen-Gemeinde zu Daubitz schufen in Eigenleistungen wichtige Voraussetzungen für den Beginn der Arbeiten. So beräumten die freiwilligen Helfer das Kirchenschiff von alten Dachziegeln und Holzteilen. Sie dielten den Boden des Daches mit einer Rauschbundschalung, damit eventuell herab fallende Dachziegel keine Schäden am Innenputz der Kirche verursachen. Auch der Putz an der Außenfassade wurde in Eigenleistung abgeschlagen.

Während des umfangreichsten Arbeitseinsatzes verzichteten 10 Mitglieder der Kirchengemeinde auf einen Teil ihrer Freizeit und setzten ihre Kräfte für das Gotteshaus ein. Melanie Deckstrom, Pfarrerin im Pfarrsprengel am Weißen Schöps, empfand es als ein schönes Erlebnis, dass sich Glieder der Kirchengemeinde derart intensiv für ihre Sankt Georgskirche einsetzen. Einige der Helfer haben sich bereits vor rund 30 Jahren schon einmal bei einer Sanierung in die Bresche geworfen. Damals herrschten im Jahr 1984 und 1985 jedoch ganz andere gesellschaftliche Bedingungen, unter denen die Arbeiten erfolgten.

Die materielle Unterstützung der Kirchengemeinden Spenge-Lenzinghausesn und Wildeshausen stellten so eine mehr als willkommene Unterstützung in der Zeit der Materialknappheit dar. Die gegenwärtige Bilanz über den Stand der Arbeiten berechtigen alle beteiligten zum Optimismus, so dass der geplante Termin der Fertigstellung eingehalten werden kann. So sind die Arbeiten an der Fassade zu 80 Prozent und die Dachdeckerarbeiten zu 70 Prozent erledigt. Als nächste Aufgabe steht un das Anbringen der Wetterfahne, des Sternes sowie der Kugel auf dem Kirchturm vor den Bauleuten. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird auch ein behindertengerechter Zugang am rechten Nebeneingang der Kirche angelegt.

Die Fenster erhalten eine Ausstattung mit original getreuen Glas aus Waldsassen. Die Herstellung der Gläser erfolgt dabei nicht maschinell sondern durch das traditionelle Mundblasen. Johannes Miethe vom Gemeindekirchenrat verweist darauf, dass fast alle Arbeiten von ortsansässigen, beziehungsweise von Firmen, die ihren Sitz in der näheren Umgebung von Daubitz haben, ausgeführt werden. Johannes Miethe hebt auch die große Unterstützung seitens des Kirchbauvereins für die finanzielle Absicherung des Projektes hervor.

Denn der Verein sammelt bereits seit längerem Spenden für die Sanierung. Mit einem festlichen Sprengelgottesdienst am 30. Oktober 2016 wird der Abschluss des Bauvorhabens gefeiert. Generalsuperintendent Martin Herche hält im Verlauf des Gottesdienstes die Predigt. Zu diesem Ereignis, das um 10 Uhr beginnt, sind alle und nicht nur die Mitglieder der Kirchengemeinde, herzlich eingeladen.