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Neue Mitarbeiter für Kantine der TU

Behindert oder nichtbehindert: Im Team der Mensa auf der Reichenbachstraße spielt das keine Rolle mehr.

11.09.2017

rbeiter für Kantine der TU
In der Spülküche der Mensa Reichenbachstraße

© Dietmar Wolf/Diakonie Dresden

Hinter dem Rollwagen beginnt eine andere Welt. Wer sein Tablett nach dem Mittagessen in der Mensa Reichenbachstraße in eines der Rückgaberegale schiebt, erhascht kurz einen Blick auf das Gewusel dahinter. Es spritzt, dampft und klappert. Die Mitarbeiter der Spülküche des Hauses haben gerade in der Mittagszeit viel zu tun. Das Team wird seit Anfang des Jahres von neuen Mitarbeitern unterstützt.

Seitdem kooperiert das Studentenwerk Dresden mit dem Verein Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden. Durch die Zusammenarbeit entstanden in der Spülküche zwölf integrative Arbeitsplätze für Menschen mit einer Behinderung. Täglich werden in der Mensa Reichenbachstraße bis zu 1 300 Portionen Essen frisch zubereitet und in drei Speisesälen ausgegeben. Ebenso viele Gedecke müssen anschließend zurückgeholt, sortiert, gereinigt und wieder zur Verwendung bereitgestellt werden.

Für einige Neue im Team kein Problem. Ein Teil von ihnen hat bereits viele Jahre im Dienstleistungsbereich der „Wichern-Werkstätten“ in Freital gearbeitet. Hygienevorschriften und Arbeitsabläufe in einer großen Spülküche waren für sie deshalb kein Problem. Andere gewöhnten sich Schritt für Schritt an die neuen Aufgaben.

„In einem integrativen Team sind Unterschiede in der Arbeitsweise erlaubt“, sagt Elke Burkhard, Fachbereichsleiterin Hochschulgastronomie beim Studentenwerk Dresden. Aber alle würden erleben, dass es auf jeden ankommt, um das Arbeitsaufkommen im Hauptgeschäft zu bewältigen und bis zum Ende des Arbeitstages alle Aufgaben zu schaffen. Das Miteinander funktioniert. Die Mitarbeiter, egal ob mit Handicap oder ohne, arbeiten Seite an Seite und verbringen ihre Pausenzeiten zusammen. (jam)