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Dienstag, 20.06.2017

Neue Ideen für den Stadtbad-Neubau

Der Glashütter Stadtrat entscheidet, wie es weitergeht. Er wird sich auch mit den Vorschlägen des Ortschaftsrates befassen.

Von Maik Brückner

Das Hochwasser 2013 hat das Stadtbad im Glashütter Prießnitztal zerstört. Nach langem Hin und Her sprach sich der Stadtrat für einen Neubau am Folgenhang aus (Luftfoto).
Das Hochwasser 2013 hat das Stadtbad im Glashütter Prießnitztal zerstört. Nach langem Hin und Her sprach sich der Stadtrat für einen Neubau am Folgenhang aus (Luftfoto).

© Egbert Kamprath

Glashütte. Der Ortschaftsrat und die Wählergruppierung Zeitlos wollen den Neubau eines Stadtbades am Glashütter Folgenhang. Sie stellen sich damit gegen die Verwaltung, die dem Stadtrat am Dienstag empfehlen wird, das Bad aufgrund der hohen Bau- und Folgekosten nicht zu errichten. Ortschaftsrat Uwe Streller und Ortsvorsteher Maik Lehmann haben dazu ein Papier vorgelegt, in dem sie Vorschläge vorbringen, wie die Baukosten gesenkt werden könnten. Streller und Lehmann fordern unter anderem, dass der Baugrund genauer untersucht werden soll. Denn die Hanglage am Folgenhang gilt als einer der Preistreiber. Schließlich rechnet die Stadt mit Baukosten in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Davon muss Glashütte laut Rathaus voraussichtlich mindestens 1,5 Millionen Euro selbst finanzieren. Der Freistaat teilte der Stadt mit, dass diese maximal 4,6 Millionen Euro gefördert bekomme.

Die Stadt lehnt die geforderte genauere Baugrunduntersuchung ab. Diese sei nicht notwendig, sagt Lutz Grämer vom Glashütter Bauamt. Die geologische Situation am Hang sei „vergleichsweise günstig“. Am Folgenhang gebe es einen „belastbaren Felsuntergrund“, der einfache Gründungen ermögliche. Es seien keine Pfähle notwendig, erklärt Grämer. Um die Kosten zu senken, schlagen Streller und Lehmann zudem vor, die Anordnung der verschiedenen Badelemente zu ändern. Dadurch könne man auf die lange Straße am Folgenhang verzichten. Grämer räumt ein, dass der Gegenentwurf zwar eine kürzere Straßenführung vorsehe. Allerdings sei darin eine Straße enthalten, die noch gebaut werden müsse. „Und das ist wesentlich kostenintensiver, als die Asphaltierung bestehender Wegflächen.“ Im Originalentwurf würden alle Straßen auf bestehende Trassen angelegt. Im Gegenentwurf fehlt zudem eine Straße, die zu den Becken und zum Beachvolleyballfeld führt.

Die Stadtratsdebatte findet am Dienstag um 18.30 Uhr in der Aula der Grundschule statt. Der Ortschaftsrat hat in den vergangenen Tagen via Aushängen die Bevölkerung mobilisiert, an der Sitzung teilzunehmen. Dort heißt es unter anderem „Bringen Sie ihre Kinder mit!“