Freitag, 16.11.2012

Neue Gema-Gebühr kostet das Stadtfest 15.000 Euro

Im kommenden Jahr soll die Urheberrechtsabgabe bundesweit steigen. Die Stadtfest-Macher kündigen deshalb Änderungen an.

Dem Stadtfest könnte im kommenden Jahr eine Bühne verloren gehen.  Foto: dapd
Dem Stadtfest könnte im kommenden Jahr eine Bühne verloren gehen. Foto: dapd

Dem Stadtfest könnte im kommenden Jahr eine Bühne verloren gehen. Das kündigte der Veranstalter Rodney Aust gestern an, sollte die Verwertungsgesellschaft Gema nicht von ihrem neuen Tarifmodell abrücken. Demnach müssten statt, wie bislang, 23.000 Euro nun 38.000 Euro gezahlt werden. „Wir müssen uns überlegen, ob wir in dem Fall nicht eine Bühne weglassen“, sagte Aust.

Die Gema erhebt die Abgabe überall dort, wo Musik öffentlich gespielt wird und leitet sie an die Urheber weiter. Ab 1. April 2013 soll es nur noch zwei Veranstaltungstarife geben, nicht mehr elf wie bisher. Ein Tarif für Live-Musik und einer für Klubs, die Musik aus der Konserve spielen, ist geplant. Grundlage des neuen Tarifs sind die Größe des Veranstaltungsorts, die Zahl der Gäste und der Eintritt, den sie bezahlen. Pauschalen gibt es nicht mehr. Maximal zehn Prozent der Einnahmen möchte die Gema künftig kassieren.

Mehrere Branchenverbände haben gegen die Neuregelung Einwände erhoben. Das Schiedsverfahren bei der übergeordneten Behörde, dem Deutschen Patent- und Markenamt, läuft noch. Zudem wurden Klagen angekündigt.

Veranstalter Aust kritisiert vor allem, dass bei der Größenberechnung des Veranstaltungsortes auch Fluchtwege mit berücksichtigt werden sollen. Außerdem müsse die neue Abgabe auf Grundlage des Brutto-Umsatzes gezahlt werden. „Dabei müssen wir noch neun Prozent Umsatzsteuer abführen.“ (win)

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