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Mittwoch, 12.07.2017

Neue Förderung für barrierefreie Umbauten

Bei Mobilitätseinschränkungen hilft der Staat, die Wohnung anzupassen

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern, Ergebnisbericht
Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern, Ergebnisbericht

Nach einem Unfall plötzlich im Rollstuhl oder aufgrund einer Krankheit auf den Rollator angewiesen - oft muss dann nicht nur das ganze Leben umgestellt, sondern auch die Wohnung angepasst werden. Damit Betroffene möglichst in den vertrauten vier Wänden und im angestammten sozialen Umfeld bleiben können, hat der Freistaat Sachsen jetzt eine neue Richtlinie zur Wohnraumförderung aufgelegt.

Den Umzug verhindern

Seit dem 1. Juli 2017 gilt nun die neue Zuschussförderung, mit deren Hilfe Mietwohnungen sowie selbstgenutztes Wohneigentum an die Bedürfnisse von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen angepasst werden können. Dabei können die Baumaßnahmen sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, was individuell benötigt wird: Beseitigung von Schwellen oder Verbreiterung von Türen innerhalb der Wohnung, Umbau von Küche und/oder Bad zur Vergrößerung der Bewegungsflächen, Einbau einer bodengleichen Dusche, Anpassung von Balkonen und ähnliches.

Die neue Förderung besteht in der Ausreichung von Zuschüssen in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Kosten, jedoch maximal 8 000 Euro, bei rollstuhlgerechtem Umbau maximal 20 000 Euro. Bekommt der Betreffende Grundsicherung, Sozialhilfe oder Wohngeld, kann der Eigenanteil zusätzlich übernommen werden.

Hilfe bei der Antragstellung

Die Sächsische Aufbaubank - Förderbank in Dresden (www.sab.sachsen.de) bewilligt die eingereichten Anträge. Unmittelbare Ansprechpartner für die Förderung sind jedoch die Beratungsstellen in Dresden, Leipzig und Chemnitz - je nachdem, wo die Interessenten wohnen. Dort erhalten sie Hilfe bei der Frage, welche Maßnahmen konkret sinnvoll und notwendig sind; auch der ausgefüllte Förderantrag kann hier abgegeben werden. Zudem wird festgestellt, inwieweit der Betreffende einen Anspruch hat.