erweiterte Suche
Freitag, 15.12.2017

Neue Baugenehmigung für Edeka

Der Scheunenhof-Investor muss baulich einiges ändern. Bis zum Baustart könnte das Areal in Pirna gar für den Wintersport dienen.

Von Thomas Möckel

Trotz neuer Pläne und notwendiger Hochwasserschutz-Umbauten bleibt das künftige Scheunenhofcenter äußerlich unverändert – so wie auf diesem Bild. Das Einkaufszentrum soll ab Anfang 2018 errichtet werden.
Trotz neuer Pläne und notwendiger Hochwasserschutz-Umbauten bleibt das künftige Scheunenhofcenter äußerlich unverändert – so wie auf diesem Bild. Das Einkaufszentrum soll ab Anfang 2018 errichtet werden.

© Visualisierung: archlab

Pirna. Die Stadt Pirna hat die beantragten Änderungen am Einkaufszentrum „Scheunenhofcenter“ in der Innenstadt genehmigt. Die Genehmigung verlasse laut Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) noch in dieser Woche das Rathaus. Mit diesem Papier steht dem in Kürze geplanten Baustart nichts mehr entgegen. Die Edeka Grundstücksgesellschaft Nordbayer-Sachsen-Thüringen, Bauherr des Scheunenhofcenters, musste in den vergangenen Monaten mehrere Dinge baulich neu planen lassen. Die Ursache dafür liegt hauptsächlich im Untergrund: Seit 2014, da waren die ersten Scheunenhofpläne längst fertig, sei laut Edeka der Grundwasserspiegel auf dem Baugrundstück enorm gestiegen. Um das Haus gegen das Nass abzuschotten, muss nun eine sogenannte weiße Wanne quasi als wasserdichtes Fundament errichtet werden. Aufgrund dessen war der Investor dazu gezwungen, Statik und Haustechnik den neuen Gegebenheiten anzupassen. Rund ein Dreivierteljahr Zeit ging dem Investor aufgrund der Umplanung verloren.

Ungeachtet dessen soll der Bau des Einkaufszentrums in Kürze starten. Für Januar oder spätestens Februar 2018 sei geplant, dass die Bauarbeiter mit der Gründung beginnen, sagt Toni Kunze, Regionalleiter Expansion und Immobilien der Edeka-Grundstücksgesellschaft. Kunze rechnet damit, dass der Scheunenhof dann Ende 2019 oder Anfang 2020 fertig wird.

Unklar ist allerdings noch, welche Händler neben dem großen Edeka-Lebensmittelmarkt ins Erdgeschoss des Einkaufszentrums einziehen wird. Auch bei seinem Auftritt vor dem Pirnaer Stadtrat am Dienstag bat Kunze um Nachsicht, dass er noch keine künftigen Mieter nennen könne. Es gebe aber für sämtliche angebotenen Geschäfte Interessenten, für nahezu 80 Prozent der Flächen seien inzwischen Vorverträge abgeschlossen worden. Bei den potenziellen Mietern handle es sich hauptsächlich um neue Mieter, es gebe kaum Geschäfte, die aus der Pirnaer Altstadt in den Scheunenhof umziehen. Kunze sagte zu, in der zweiten Stadtratssitzung 2018 am 20. März das konkrete Mietkonzept vorzustellen. Die Pläne für das Obergeschoss hatte Edeka schon vor geraumer Zeit geändert: Statt Einzelhandelsflächen gibt es dort nun Büro, Arztpraxen sowie über 60 seniorengerechte Wohnungen, die künftig von den Johannitern betreut werden.

Bis es mit dem Bau losgeht, kommt das Scheunenhofcenter vielleicht zu ganz neuen Ehren: als Wintersportarena. Hanke scherzte, die mit Wasser gefüllte Baugrube könnte doch bei Wintereinbruch prima als Eislauffläche dienen, wo doch der zuständige Ausschuss des Stadtrates eine stationäre Eisbahn im Friedenspark für diese Saison abgelehnt hatte. Man könne dahingehend gern ins Gespräch kommen, sagte Kunze, sofern jemand für die Sicherheit der Eisläufer garantiere und sich der Bau des Centers durch den Wintersport nicht verzögere.