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Donnerstag, 01.06.2017

Neißeradweg hat keine Priorität

Der Ausbau zwischen Klingewalde und dem Sportplatz Ludwigsdorf ist derzeit nicht geplant. Der Stadt Görlitz fehlt das Geld dafür.

Blick auf den Sportplatz Ludwigsdorf, wo der Radweg nicht nach Klingewalde führt.
Blick auf den Sportplatz Ludwigsdorf, wo der Radweg nicht nach Klingewalde führt.

© Nikolai Schmidt

Görlitz. Die Stadtverwaltung räumt dem Ausbau des Oder-Neiße-Radweges zwischen Klingewalde und dem Sportplatz Ludwigsdorf keine Priorität ein. Das erklärte Bürgermeister Michael Wieler jetzt im Technischen Ausschuss auf Nachfrage von Stadtrat Conrad Jacob (Zur Sache), der selbst in Ludwigsdorf wohnt und einen Ausbau angemahnt hatte. „Aktuell fahren Hunderte Radfahrer über die Rothenburger Landstraße“, sagt Jacob. Das sei aufgrund des Autoverkehrs sehr gefährlich.

Wieler erklärte, bei der Aufstellung des Haushaltes habe die Verwaltung „überall gestrichen“, weil das Geld an vielen Stellen nicht reiche – unter anderem auch beim Radweg. Nur die Brücke über das Klingewalder Wasser zwischen Klingewalde und Ludwigsdorf wird dieses Jahr ersetzt. Allerdings entscheide am Ende nicht die Verwaltung, sondern der Stadtrat. „Dafür ist ja die Haushaltsdiskussion da“, sagte Wieler. Jacob müsse im Stadtrat Mehrheiten für den Radweg finden, dann werde dieser auch in den Haushalt aufgenommen. (SZ/ik)