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Montag, 21.09.2015

Naturschauspiel in der Nacht

Der Mond taucht in den Schatten der Erde, dabei scheint er rötlich. Wer das Naturschauspiel beobachten möchte, darf es sich im Bett nicht zu gemütlich machen: Frühmorgens muss man raus aus den Federn.

Die Phasen der Mondfinsternis, fotografiert über Islamabad im Mai 2004, sollen Ende September auch über Deutschland zu sehen sein.
Die Phasen der Mondfinsternis, fotografiert über Islamabad im Mai 2004, sollen Ende September auch über Deutschland zu sehen sein.

© dpa

Berlin. In der Nacht zum 28. September lässt sich in Deutschland ein besonderes Naturereignis beobachten: Eine totale Mondfinsternis färbt den Mond dann rötlich.

Allerdings gilt es dafür, es früh aus dem Bett zu schaffen - denn die Totalität beginnt gegen 4.10 Uhr, erklärt Monika Staesche von der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin. Gegen 5.20 Uhr endet die Totalität wieder. In diesem Zeitraum steht der Mond etwa in südwestlicher bis westlicher Richtung - dorthin sollte man also möglichst freie Sicht haben. Denn der Mond steht zum Höhepunkt der totalen Finsternis gegen 5.00 Uhr relativ tief, erklärt die Expertin.

Gut ist außerdem, sich einen möglichst dunklen Ort zu suchen, erklärt Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In den Städten ist die Lichtverschmutzung höher als auf dem Land. Die Partikel in der Stadtluft sorgen für eine Gegenstrahlung, die Mondfinsternis ist dann schlechter sichtbar. Wer großes Interesse an dem Naturschauspiel hat, sollte sich deshalb überlegen, ob sich nicht eine Fahrt zumindest an den Stadtrand lohnt, empfiehlt Lux.

Wichtig ist dann aber noch das Wetter. Spielt es nicht mit, nutzt das frühe Aufstehen und die Fahrt ins Dunkle auch nichts. Am besten informieren sich Interessierte deshalb kurz vor der Finsternis noch einmal über die aktuelle Wetterprognose, sagt Staesche.

Bei einer Mondfinsternis taucht der Vollmond in den Schatten der Erde ein und wird so vom Sonnenlicht abgeschnitten. Die letzte totale Mondfinsternis gab es 2011 in Deutschland - allerdings spielte damals das Wetter nicht mit, erzählt Staesche. Eine besondere Ausrüstung wie etwa bei einer Sonnenfinsternis brauchen Beobachter bei einer Mondfinsternis nicht. (dpa)

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