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Nässeschäden in der Grundschule

Schleusen und Fallrohre sind alt und undicht. Die Stadt muss 27 000 Euro für die Erneuerung aufbringen. Dafür wird ein anderes Vorhaben verschoben.

04.10.2017
Von Tina Soltysiak

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Der Nordflügel der Waldheimer Grundschule wird derzeit saniert. Am Gebäude gibt es aufgrund defekter Rohre massive Nässeschäden. Die Leitungen und Schleusen müssen deswegen schnellstmöglich erneuert werden. Foto: André Braun

© André Braun

Waldheim. Am Gebäude der Waldheimer Grundschule gibt es erhebliche Nässeschäden. Es muss trocken gelegt werden. Die Ursache ist nun mit Hilfe einer Kamerabefahrung gefunden worden: Die Fallrohreinbindungen und die Regenwasserschleuse sind sehr alt und total undicht, heißt es vonseiten des Bauamtes. Diese müssen komplett neu verlegt werden. Und zwar noch in diesem Jahr, bevor der Umbau der Grundschule weitergeht. „Die Trockenlegung des Gebäudes ist die Voraussetzung zur Sanierung der Klassenräume, insbesondere der Sockelbereiche im Erdgeschoss“, erläuterte Bauamtsleiter Michael Wittig in der Vorlage für die Stadträte. Einer Kosteneinschätzung zufolge müssen dafür kurzfristig zusätzlich 27 000 Euro von der Stadt bereitgestellt werden. „Denn hierbei handelt es sich um eine separate Maßnahme außerhalb der beantragten Mittel der Gebäudeförderung“, so Wittig.

Weil für die Sanierung der Grundschule kein Puffer im Haushalt der Kommune vorhanden ist, muss sie Geld an anderer Stelle abziehen: Die geplante Erneuerung der Straßenbeleuchtung für die Mittweidaer Straße wird verschoben. Entsprechend einer Abstimmung mit der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH werde diese Maßnahme frühestens 2022 realisiert, heißt es.

Für die Erneuerung der Entwässerung sind Tiefbauarbeiten notwendig. Die müssten sofort ausgeschrieben werden. Denn im Nordflügel wird bereits fleißig gewerkelt. Die Elektrik ist schon neu, ebenso wurden vier zusätzliche Wände gestellt sowie zeitgemäße Trinkwasser- und Heizungsrohre eingebaut. Die Modernisierung der 141 Jahre alten Bildungseinrichtung erfolgt bei laufendem Betrieb. Und nicht nur das: In den kommenden drei Jahren müssen sich Schule und Hort einige Räume teilen. Außerdem steht ein Drittel der alten Turnhalle den Hortkindern übergangsweise als Spielzimmer zur Verfügung.

Die Gesamtkosten für den Umbau des Nordflügels betragen rund 720 000 Euro. 75 Prozent des Betrages werden aus dem Investkraftstärkungsgesetz „Brücken in die Zukunft“ von Bund und Freistaat Sachsen gefördert. Einen entsprechenden Bescheid über 546 000 Euro hatte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) Anfang Mai an Schulleiterin Angela Jurczyk und Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) überreicht.

Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten. Sobald der Nordflügel fertig ist, geht es im Südflügel weiter. Letztmals instand gesetzt wurde die Schule vor 25 Jahren. Seitdem haben sich sowohl die baulichen als auch die schulischen Anforderungen verändert. So wurden unter anderem Mängel beim Brandschutz festgestellt, die es zu beseitigen gilt (DA berichtete).