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Samstag, 11.11.2017

Nächste Sperrung an der Augustusbrücke

Die Fahrbahn wird in der kommenden Woche abgesenkt. Dann kann ein Schwertransport der Drewag rollen.

Von Peter Hilbert

Dieser Blick wird nicht lange zu sehen sein. Hinter der Abbruchkante des ersten Brückenbogens ragt die Hofkirche empor. Der Bogen wird bis Sommer nächsten Jahresneu gebaut.
Dieser Blick wird nicht lange zu sehen sein. Hinter der Abbruchkante des ersten Brückenbogens ragt die Hofkirche empor. Der Bogen wird bis Sommer nächsten Jahres neu gebaut.

© Sven Ellger

Das Terrassenufer an der Augustusbrücke bietet derzeit ein ungewöhnliches Bild. Der Brückenbogen war am vergangenen Freitag abgerissen worden. Deshalb blieb die Straße zwischen Donnerstagabend und Sonntagmorgen gesperrt. Jetzt klafft eine Lücke über dem Terrassenufer. Die wird nächstes Jahr wieder verschwinden, wenn der erste Brückenbogen neu gebaut wird.

Doch jetzt folgen erst einmal weitere Vorbereitungen. Deshalb ist das Terrassenufer ab dem kommenden Donnerstag, 20 Uhr, bis zum folgenden Montag, 5 Uhr, wieder gesperrt, kündigt die Stadt an. Die Umleitung führt über die Wilsdruffer Straße. Besonders am nächsten Freitag ist deshalb im Berufsverkehr mit erheblichen Staus zu rechnen. So war es bereits am Freitag vergangener Woche.

Die Sperrung ist nötig, da die Straße im Bereich der Brücke um etwa 40 Zentimeter abgesenkt wird, erklärt Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz. Damit wird die nötige Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern beim Neubau des Bogens gesichert.

Jetzt kommt auch die Chance für die Drewag, die endlich ein Großprojekt vollenden kann. Dabei ist sie auf den Transportweg über das Terrassenufer angewiesen. Im Kraftwerk Reick erweitern die Stadtwerke ihre Wärmespeicher, damit das Fernwärmenetz und die Kraftwerke optimal betrieben werden können. Geplant ist, 20 weitere Wärmespeicher aufzustellen, um die Speicherkapazität mehr als zu verdoppeln. Die 30 Meter hohen Türme werden von einer Spezialfirma in Steinhagen bei Bielefeld hergestellt. Sie kommen über den Mittellandkanal per Schiff bis zum Alberthafen. Eigentlich sollten sie längst von dort nach Reick transportiert sein. Ein Transport über die Elbe zum Blauen Wunder wurde aber abgelehnt. Also bleibt nur der Weg der nächtlichen Transporte mit den 100 Tonnen schweren Türmen übers Terrassenufer.

Am nächsten Montag kommen die ersten acht Behälter auf dem Schiff im Alberthafen an, teilt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. Geplant ist, dass sie mit Schwertransporten Anfang Dezember nach Reick rollen. Doch dafür sei noch eine Genehmigung nötig. Danach kommt der nächste Schiffstransport mit sechs Behältern in den Alberthafen.