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Freitag, 08.05.2009

Nach Millionenpleite: Hoffnung auf Spaßbad

Neue Hoffnung für Seiffens millionenschwere Investruine: Der Kölner Bäderbetreiber Aqua-Mare möchte das seit 2002 verwaiste Spaßbad kaufen und wieder in Betrieb nehmen.

SEIFFEN - Neue Hoffnung für Seiffens millionenschwere Investruine: Der Kölner Bäderbetreiber Aqua-Mare möchte das seit 2002 verwaiste Spaßbad kaufen und wieder in Betrieb nehmen. Es war eine sensationelle Pleite: Für rund 16 Millionen Euro - davon acht Millionen Fördermittel - hatte 1998 in Seiffen ein Spaßbad eröffnet. Schon ein Jahr später war es bankrott, 2002 wurde es endgültig rückgebaut.

„Der Abbau erfolgte fachmännisch. Und so lange steht es noch nicht leer. Für eine halbe Million Euro Investitionskosten könnten wir es wieder in Betrieb nehmen“, sagt Aqua-Mare-Geschäftsführer Klaus Bruckner (42). Nicht mehr als pompöses Spaß-, sondern einfaches Familienbad mit Rutschen und Sauna. Die Gäste, die früher fehlten, sollen künftig aus dem Nachbarland kommen, hofft Bruckner: „Dank der Grenzöffnung könnten Tschechen ein Drittel der Besucher ausmachen.“

Im Oktober 2008 war er zum ersten Mal auf Besichtigungstour im Erzgebirge, seitdem verhandelt er mit der Gemeinde. Bürgermeister Heinz Seidler (59, FDP): „Wir wären sehr froh, wenn wir das Bad verkaufen könnten.“ Der Bodenwert soll mehrere Hunderttausend Euro betragen, im März wurde Aqua-Mare ein Schätzpreis übermittelt. Seidler: „Seitdem ist Funkstille.“ Offenbar sind beide Seiten noch weit von einer Einigung entfernt.