Samstag, 16.02.2013

Nach Ausbruch der Vogelgrippe in Brandenburg Enten getötet

Kurzer Prozess für gut 14.000 Enten im Oderbruch. Die Tiere mussten getötet werden, weil in einem Mastbetrieb Vogelgrippe ausgebrochen war. Die Behörden hoffen, die Kontrolle behalten zu können.

Von Georg-Stefan Russew

Noch lebende Enten werden in einem Käfig aus einem Stall einer Entenmast-Firma nahe Seelow (Brandenburg) zum Töten weg gefahren. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem ostbrandenburgischen Entenmast-Betrieb ist mit der Tötung des gesamten Bestandes von rund 14 000 Tieren begonnen worden. Rund um den Betrieb gelte für 21 Tage ein Sperrkreis von einem Kilometer, sagte ein Sprecher des Kreises Märkisch-Oderland. In dem infizierten Betrieb im Oderbruch war das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden, aber in einer weniger gefährlichen Variante.
Noch lebende Enten werden in einem Käfig aus einem Stall einer Entenmast-Firma nahe Seelow (Brandenburg) zum Töten weg gefahren. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem ostbrandenburgischen Entenmast-Betrieb ist mit der Tötung des gesamten Bestandes von rund 14 000 Tieren begonnen worden. Rund um den Betrieb gelte für 21 Tage ein Sperrkreis von einem Kilometer, sagte ein Sprecher des Kreises Märkisch-Oderland. In dem infizierten Betrieb im Oderbruch war das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden, aber in einer weniger gefährlichen Variante.

©dpa

Potsdam/Seelow. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem ostbrandenburgischen Entenmast-Betrieb hat am Samstagmorgen die Tötung des gesamten Bestandes von gut 14.000 Tieren begonnen. Rund um den Betrieb gelte für 21 Tage ein Sperrkreis von einem Kilometer, sagte der Sprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, Tobias Seyfarth. Alles Geflügel stehe unter Beobachtung. Die Halter der Tiere in dem Bereich seien aufgefordert, Krankheitssymptome sofort zu melden und alle Tiere innerhalb des Sperrkreises zu belassen.

In dem infizierten Betrieb nahe Seelow im Oderbruch war das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden, aber in einer weniger gefährlichen, „nicht hoch pathogenen“ Variante. Darüber informierte noch am Freitagabend das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, versicherte das Bundeslandwirtschaftsministerium.

In der Region würden jetzt alle Geflügelmast-Betriebe, die Kontakt zu dem Unternehmen mit dem Vogelgrippe-Fall hatten, epidemiologisch untersucht, berichtete der Sprecher des Landkreises. Insgesamt seien dort etwa 40 Betriebe ansässig. Die Einwohner erhielten Merkblätter mit Anweisungen, wie sie sich innerhalb des Sperrkreises zu verhalten haben.

So dürfen etwa private Halter von Hühnern ihre Tiere nicht frei herumlaufen lassen, Taubenzüchter müssen die Vögel im Schlag halten. Für alle gelten im Falle von Krankheitssymptomen bei Vögeln eine Meldepflicht und Hygienevorkehrungen.

Ob ein Tier erkrankt ist, lasse sich beispielsweise an einer anomalen Kopfhaltung, Ausfluss an Augen und Schnabel, der Verweigerung von Futter, Niesen oder an einem stumpfen Federkleid erkennen, erläuterte Seyfarth. Sollte jemand so etwas beobachten, sei umgehend das zuständige Veterinäramt zu informieren.

Mit der „tierschutzgerechten“ Tötung der Enten am Samstag war dem Landkreis zufolge eine Fachfirma für Tierseuchenbekämpfung beauftragt. Die Aufsicht lag beim Kreisveterinäramt. Bevor die Vögel vergast wurden, hatte ein privater Sicherheitsdienst das Areal abgeriegelt. Landrat Gernot Schmidt (SPD) nahm die Stallungen am Morgen in Augenschein. Sie werden später gereinigt und desinfiziert. Das Land hatte nach der Entdeckung des H5N1-Falles ein Krisenzentrum eingerichtet, das die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung in Brandenburg koordinieren soll. Alle Landkreise, die Bundesländer und der Bund seien informiert worden, hieß es. (dpa)

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