Donnerstag, 03.01.2013

Mutmaßliche Vergewaltiger in Indien angeklagt - Todesstrafe droht

Neu Delhi. Knapp eine Woche nach dem Tod des indischen Vergewaltigungsopfers ist in Neu Delhi Anklage wegen Mordes gegen fünf Beschuldigte erhoben worden. Ein Polizeisprecher in der indischen Hauptstadt bestätigte, dass die Anklageschrift am Donnerstag bei Gericht einging. Neben Mord werden den Männern Gruppenvergewaltigung, Entführung und weitere Straftaten vorgeworfen, wie der Nachrichtensender CNN-IBN meldete. Ihnen droht die Todesstrafe.

Beim sechsten Beschuldigten liefen weiter Tests, um festzustellen, ob er wie von ihm selber angegeben minderjährig ist. Dann würde er vor ein Jugendgericht gestellt.

Das Verfahren vor einem neuen Schnellgericht in Neu Delhi soll nach Angaben von Nachrichtensendern an diesem Samstag beginnen. Ein Datum für ein Urteil ist noch nicht abzusehen.

Die 23-Jährige war am 16. Dezember von mehreren Männern in einem Bus in Neu Delhi vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und nackt aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Am Samstag war die junge Frau nach mehreren Notoperationen in einem Spezialkrankenhaus in Singapur an ihren Verletzungen gestorben. Ein Freund von ihr wurde ebenfalls misshandelt und überlebte verletzt. (dpa)

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