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Mittwoch, 30.07.2014

Müssen Straßenmusiker bald zum Casting?

Die Straßenkunstverordnung schreibt Ort und Zeit vor. Ungerecht, finden auch einige Politiker - und bringen einen neuen Vorschlag ein.

Ab Freitag schärfere Regeln für Straßenkünstler.
Ab Freitag schärfere Regeln für Straßenkünstler.

© dpa

Dresden. Ob Akkordeonspieler, russische Barden oder Südamerikaner mit Panflöte: In Dresden gelten ab Freitag schärfere Regeln für Straßenkünstler. Durch die neue Straßenkunstverordnung dürfen etwa Musiker oder Clowns künftig nur noch an ausgewiesenen Plätzen zu bestimmten Zeiten stehen. Zudem muss eine Gebühr bezahlt werden. Für die Stadt ist die neue Regelung nach eigenen Angaben jedoch wegen zunehmender Lärmbelastung und damit einhergehenden Beschwerden notwendig.

Sollte es in Dresden eine Qualitätskontrolle bei Straßenmusikern geben?

972 abgegebene Stimmen

Viele Politiker sehen das aber als Drangsalierung an, deshalb gibt es nun einen neuen Vorschlag. Statt strikter Verbote sollen die Straßenmusiker nun vorspielen. So wird es beispielsweise in München bereits erfolgreich praktiziert. Jetzt könnte Dresden auch eine Art Casting für die Künstler durchführen.

Wie sich das Casting in München bewährt hat und was Dresdner Politiker davon halten, lesen Sie am Mittwoch in der Dresdner Ausgabe der Sächsischen Zeitung oder in diesem sx-exklusiv-Artikel.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 26 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. DD

    Kindergarten, wie er nur von Stadtrat UND Stadtverwaltung in Dresden erfunden werden kann!!

  2. Peter

    Also ich habe eigentlich nichts gegen Straßenkünstler. Man muss es aber auch so sehen, dass dort, wo Musiker auftreten, auch Menschen wohnen und/oder arbeiten, die sich dann vielleicht durch die stundenlange Musik belästigt fühlen. Das kann es ja auch nicht sein. Und warum manche im Tunnel der Schloßstraße spielen müssen, verstehe ich so oder so nicht.

  3. Anwohner

    Die Münchner Stadtverwaltung hatte gute Gründe für ein sog. Vorspielen. Da war deutlich zu sehen wer z.B. nur zur "Bettelei" neigt oder wo doch ein gewisser Unterhaltungswert vorhanden ist, nicht zu vergessen die Einschätzung der Lautstärke. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. -MfG-A.

  4. Labe

    Wo wohnen in den Innenstadtlagen (Alter Markt, Neuer Markt etc.) noch Menschen? Die Objekte sind doch eher Kapitalanlagen als Wohnobjekte, oder? Aber richtig so! Ruhig Ordnung herstellen. Das kann nicht sein, wie es jetzt ist. Musik auf den Straßen, wo gibts denn sowas. In UNSERM DRESCHDN jedenfalls ni! Furchtbar. Ich bin eher für ein Casting von Architekten im Innenstadtbereich. Siehe Wiener Loch!

  5. Uwe Rennicke

    Die Bettelei hielt sich doch bisher in Grenzen oder? Damit würde sie auch nicht abgeschafft werden. Eh ein Fall fürs Ordnungsamt. Ausgewiesene Plätze halte ich ja noch für diskussionswert, das Vorspielen ist Unsinn. Womöglich wird dafür noch eine Stelle für einen bisher arbeitslosen Musiker geschaffen, der das dann beurteilen muss. (Ich hab nichts gegen arbeitslose Musiker! - Aber was gegen sinnlose Ausgaben!). Bisher habe ich mich in vielen Städten meist über verschiedene Musiker gefreut. Das belebt auch die Innenstädte. Und was heißt hier Lärmbelästigung: Auch in Dresden werden abends die Bürgersteige hochgeklappt wenn nicht gerade Stadtfest oder Filmnächte sind. Da spielt dann auch keiner mehr. PS: Müssen die Künstler die da Skulpturen darstellen auch vorspielen oder was bezahlen? ;)

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