Dienstag, 12.02.2013

Motorrad-Gangster erschießen Nachtclub-Chef auf Korsika

Das Touristenparadies Korsika kommt nicht zur Ruhe. Wieder wurde ein Mann bei einem Anschlag mitten auf der Straße getötet. Eine Explosion in einer Neubausiedlung scheint dagegen ein Unfall zu sein.

Paris. Der Chef eines Nachtclubs ist bei einem Anschlag auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika am Dienstag ums Leben gekommen. Eine Explosion zuvor in einem Neubaugebiet scheint dagegen auf einen Unfall zurückzugehen.

Der 40-jährige Mann mit dem Beinamen «der Inder» wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Innenstadt von Ajaccio erschossen. Zwei Bewaffnete auf einem Motorrad töteten den Mann in seinem Auto. Das Opfer sei auf der Stelle tot gewesen. Nahe der Stadt sei später ein brennendes Motorrad gefunden worden. «Der Inder» ist für die Ermittler kein Unbekannter. In mehreren Strafverfahren sei er angehört, aber nie angeklagt worden.

Auf der bei Touristen beliebten Insel Korsika gibt es seit Jahren immer wieder Attentate und Anschläge. Im vergangenen Jahr kamen dabei 20 Menschen ums Leben. Als wahrscheinliche Auftraggeber gelten Mafiabanden. Gleichzeitig kämpfen Separatisten seit gut 20 Jahren mit Gewalt für eine Unabhängigkeit der Mittelmeerinsel von Frankreich. Ziel sind dabei auch Villen reicher Franzosen.

Am Morgen war es in einem Neubaugebiet bei Porto Vecchio im Süden der Insel zu einer Explosion gekommen. Ermittler waren zunächst ebenfalls von einem Anschlag ausgegangen. Inzwischen wird eine Gasexplosion vermutet, die mehrere Häuser beschädigte. Dabei waren zwei Menschen verletzt worden, unter ihnen ein neunjähriges Kind. (dpa)

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