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Montag, 16.04.2018

Moderne und Klassik

Dissonanzen und harmonische Klänge wechseln sich ab. Vier Uraufführungen erklingen beim sechsten Sinfoniekonzert.

Von Helene Krause

Mittelsächsisches Theater in Döbeln.
Mittelsächsisches Theater in Döbeln.

© André Braun

Döbeln. Ungewöhnliche Klänge tönten von der Bühne des Theaters Döbeln. Manchmal schien es, als spielten alle Musiker wild durcheinander, dann wieder harmonisch. Die Mittelsächsische Philharmonie und die Big Band der Musikhochschule „Carl-Maria von Weber“ gestalteten gemeinsam das sechste Sinfoniekonzert. Dabei wechselten sich moderne Klänge mit Klassik ab. Dargeboten wurden unter anderem das Konzert in Es für Kammerorchester „Dumbarton Oaks“, die Uraufführungen von Enrico Olivanti „Il fiore del destino“ (Wüstenblume), „Musik zu einem nicht realisierten Stummfilm“ von Mathis Nicolaus und das „Concertino im Zauberwald“ von Keno Hankel.

Schon seit Jahren hat Christine Taschner aus Döbeln ein Konzertanrecht: „Ich freue mich immer auf das Symphoniekonzert im April. Da wirken moderne und klassische Musik zusammen. Das gefällt mir sehr.“

„Heute ist ein außergewöhnlicher Abend“, sagte Generalmusikdirektor Raoul Grüneis bei der Einführung vor Konzertbeginn. Das begründete er mit gleich fünf Uraufführungen. „Vier stehen regulär im Programm“, so der Generalmusikdirektor. „Eine ist eine Zugabe.“ Danach erteilte er den drei Komponisten der Uraufführungen Enrico Olivantie, Mathis Nicolaus und Keno Hankel das Wort. Die drei jungen Musiker, die an der Hochschule für Musik Dresden studieren, gaben einen kurzen Überblick über ihre Werke. Alle Stücke enthalten Dissonanzen, aber auch harmonische Klänge. Sie erzählen fantasievolle musikalische Handlungen. Das „Concertino im Zauberwald“ ist, wie sein Schöpfer Hankel sagt, eine Geschichte ohne Handlung. Im Konzert dirigierte er sein Werk selbst.

Umrahmt wurde die Konzerteinführung musikalisch vom Musikschüler Lucas Kaack und seinem Lehrer Thomas Keilhauer. Dass das sechste Symphoniekonzert ein Erfolg war, zeigten der Applaus und die Zugaben, die von den Besuchern erwartet und von den Musikern gespielt wurden.