erweiterte Suche
Dienstag, 11.10.2016

Moderne Technik für Pestalozzischule

Die Grund- und die Oberschule haben 32 iPads erhalten. Nach den Ferien soll damit gearbeitet und nicht gespielt werden.

Von Sylvia Jentzsch

Jörg Bischoff von A.S.T.I. GmbH aus Dresden, Abteilung Education, bereitet die neuen iPads für ihren Einsatz in der Grund- und Oberschule nach den Ferien vor.
Jörg Bischoff von A.S.T.I. GmbH aus Dresden, Abteilung Education, bereitet die neuen iPads für ihren Einsatz in der Grund- und Oberschule nach den Ferien vor.

© André Braun

Hartha. Lange haben es sich die Schüler und Lehrer gewünscht, dass im Unterricht moderne Technik zum Einsatz kommt. Jetzt hat die Stadt den beiden Schulen 32 iPads zur Verfügung gestellt. Bei dem iPad handelt es sich um einen Tabletcomputer, der sich durch einen berührungsempfindlichen Bildschirm mit Multi-Touch-Gesten bedienen lässt.

Jörg Bischoff von der A.S.T.I. GmbH aus Dresden hat in der vergangenen Woche die iPads einsatzfähig gemacht und allen eine Schutzhülle verpasst. Außerdem musste der Server eingerichtet werden. Denn von dort aus wird die Arbeit mit den iPads zentral gemanagt. „Die Schüler können nur mit den Programmen arbeiten, die der Lehrer festgelegt hat. Spiele oder eine andere Nutzung sind so nicht möglich“, sagte die Leiterin der Oberschule Kerstin Wilde.

Die Verantwortlichen haben sich für das Produkt der Firma Apple entschieden, weil diese einen Schulmanager entwickelt hat, der kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Außerdem können die iPads nacheinander von mehreren Schülern genutzt werden, für die dann die entsprechende Einstellung zentral erfolgt.

„Für uns geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Wir sind der Stadt dankbar, dass sie diese Anschaffung trotz kleinem Budget hinbekommen hat. Da kann man nur den Hut ziehen“, so Kerstin Wilde. Eingesetzt werden könne das iPad, das einem größeren Handy gleicht, in jedem Unterrichtsfach, auch in der Grundschule.

Bisher waren Internetrecherchen nur an den Computern im Kabinett möglich. Doch die sind nicht immer zugänglich. Jetzt kann der Lehrer die Koffer holen, in denen sich die aufgeladenen iPads befinden und im Unterrichtszimmer damit arbeiten. Kerstin Wilde nennt als Beispiel die Kartenarbeit im Fach Geografie. „Es können spezifisch die Länder, Flüsse oder Berge abgerufen werden. Hinzu kommen Informationen zur Politik und Kultur. Die sogenannte stille Karte, die sicher viele noch kennen, wird dann interaktiv, mit Selbstkontrolle des Schülers zum Einsatz kommen.

Auch eine Differenzierung der Schülerarbeit sei mithilfe des iPads möglich. Während diejenigen, denen das Lernen leichter fällt, vertiefende Aufgaben erhalten, können andere weitere Übungsarbeiten zum Festigen des Stoffes auf dem iPad abrufen. Die Schüler können mit dieser Technik kontrollieren, ob sie die Aufgaben richtig gelöst haben. Auch im Musikunterricht ist der Einsatz des iPads möglich. So können zum Beispiel Musikteile zusammengestellt, Lieder komponiert werden.

Der Einsatz der Technik ist eine Herausforderung für die Lehrer der Grund- und Oberschule. Die erhalten eine entsprechende Fortbildung. Außerdem arbeitet die Schule eng mit dem medienpädagogischen Zentrum in Döbeln zusammen. Es geht zum einen darum, mit der Technik den Unterricht noch interessanter und differenzierter zu gestalten. Zum anderen sollen die Schüler die Möglichkeiten kennenlernen, die ihnen die Technik bietet.

„Oft werden damit nur Spiele abgerufen, Nachrichten verschickt oder Filme angesehen. Doch es geht noch viel mehr“, so Kerstin Wilde. Mit dem Einsatz der iPads sollen die Schüler besser auf ihren Einsatz in der Wirtschaft vorbereitet werden. „Wir erfüllen somit die selbst gestellt Aufgabe, dass wir eine Schule auf dem Weg zum lebenslangen Lernen sind“, sagte die Schulleiterin. Zuständig für die Technik, die Festlegung der Arbeits- und Lernumgebung auf dem iPad und die Koordinierung des Einsatzes der Tablets ist Lehrerin Kerstin Neumann.