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Donnerstag, 05.10.2017

Mochau ist 20 Millionen Euro wert

Für den Ortsteil gibt es nach der Bewertung des Eigentums eine Eröffnungsbilanz. Er ist damit weiter als Döbeln.

Von Jens Hoyer

© Symbolfoto: dpa

Döbeln. Es ist sehr aufwendig, die kommunalen Haushalte auf die sogenannte Doppik, also die doppelte Buchführung, umzustellen. Mochau war da ein ganzes Stück weiter als Döbeln. So kommt es, dass es für die „neuen“ Ortsteile jetzt schon eine sogenannte Eröffnungsbilanz gibt. Seit 2010 hatte die damals noch selbstständige Gemeinde die Doppik vorbereitet und schließlich 2013 eingeführt. „Es gab kein Bestandsverzeichnis für das Anlagevermögen der Gemeinde“, erklärte Kerstin Lieske aus der Kämmerei während der Stadtratssitzung. Mit Hilfe von zwei Dienstleistern musste Mochau erst einmal ermitteln, was der Kommune gehört und wie viel es wert ist.

Jetzt steht fest, der ehemaligen Gemeinde und jetzt der Stadt Döbeln gehören Straßen, Gebäude und Grundstücke im Wert von reichlich 20 Millionen Euro. Die Bilanzsumme beträgt rund 20,7 Millionen Euro. Den größten Teil dieses Wertes haben die Straßen. 108 gibt es davon mit rund 70 Kilometer Länge. An ihnen stehen 600 Straßenlampen und 23 Bushaltestellen. Es gibt 47 Ingenieurbauwerke wie Brücken und Durchlässe. Außerdem sind 40 Gebäude kommunal. Deren Wert macht aber nur 15 Prozent des Anlagevermögens aus. Sehr gering ist der Wert von rund 650 Grundstücken mit insgesamt 32  Hektar in Gemeindebesitz. 2,5 Prozent der Gesamtsumme macht das gerade einmal aus. „Das ist minimal. Es ist aber sehr aufwendig, die Grundstücke zu bewerten“, so Kerstin Lieske.

Für Döbeln selbst rechnet Kämmerer Gerd Wockenfuß im Laufe des kommenden Jahres mit einer solchen Eröffnungsbilanz. „Wir sind noch mittendrin“, sagt er. Mochau habe zwei Jahre eher als Döbeln mit der Doppikumstellung begonnen. Grund sei die Eingemeindung von Ziegra und Mochau. Mit der Doppik (doppelte Buchführung) arbeite die Stadt Döbeln aber bereits seit dem Jahr 2015. (mit rt)