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Samstag, 14.04.2018

Mit neuer Technik zum Baukastenburger

Nach einem Umbau öffnet McDonald’s in Bannewitz wieder – mit einigen Veränderungen.

Von Stephan Klingbeil

Der Umbau der Bannewitzer McDonald’s-Filiale dauerte zwei Wochen. Restaurantleiterin Sindy Holfert zeigt, wie die neuen Bestellterminals funktionieren.
Der Umbau der Bannewitzer McDonald’s-Filiale dauerte zwei Wochen. Restaurantleiterin Sindy Holfert zeigt, wie die neuen Bestellterminals funktionieren.

© Karl-Ludwig Oberthür

Bannewitz. Die Elektriker legen letzte Hand an. Die neuen Küchengeräte werden desinfiziert und gesäubert. Freitagabend sollte der Umbau der Bannewitzer McDonald’s-Filiale abgeschlossen sein. Über zwei Wochen wurde der vor 25 Jahren eröffnete Standort der Fastfood-Kette an der Bundesstraße 170 rundum erneuert. Etwa 350 000 Euro soll der Umbau gekostet haben. Diesen Sonnabend öffnet der Schnellimbiss wieder.

Kurz vor der Wiedereröffnung herrscht dort reger Betrieb. Teils waren in den vergangenen Tagen 40 Handwerker von sieben Unternehmern gleichzeitig im Einsatz. Die Maler sind als Letzte dran, bleiben noch wenige Tage. Sie verpassen der Fassade einen neuen Anstrich. Die Farben dafür bleiben aber die gleichen. Auf den Betrieb haben diese Arbeiten keinen Einfluss.

„Hier wurden frisches Design und technische Neuheiten vereint. Ich freue mich sehr und bin gespannt, wie unsere Gäste diese Neuerungen annehmen“, so Willy Dany, Franchisenehmer des Restaurants.

Die Restaurantbetriebsgesellschaft des Unternehmers betreibt 29 Filialen, vor allem in den Regionen Dresden, Chemnitz und Ostsachsen. Schritt für Schritt werden die McDonald’s-Restaurants wie schon in anderen Orten auf den neuesten Stand gebracht. Zuletzt war der Umbautross um Architektin Corinna Hummel in Nossen unterwegs. Nun waren sie in Bannewitz, im Mai geht es nach Riesa und anschließend sind mehrere Filialen in Dresden dran.

Scharfer Start am Sonnabend


Die Umbauten an den Standorten hängen mit dem neuen Konzept des Konzerns zusammen. Frischer und moderner soll alles rüberkommen. McDonald’s geht damit neue Wege. Das Unternehmen will weg vom ungesunden Fastfood-Image hin zu mehr Frische im Angebot. Dieses Konzept schlägt sich in den Umbauten nieder.

Stühle, Sessel und Stehsitze sind neu und bunt, Decken sind beige statt dunkelgrün, große Grafiken zieren die Wände. „Vorher war hier viel orange“, so Corinna Hummel. Geblieben sei nur der Fußboden.

Die Gäste – vor dem Umbau waren es 500 bis 800 pro Tag am Bannewitzer Standort – erwarten noch weitere Neuerungen. Im Fokus stehen dabei die Küche und das Bestellsystem. Fortan werden Burger, Fritten und Salate nur noch frisch zubereitet. Auf Lager gebe es nichts mehr. Zwangsläufig ändern sich so auch die Abläufe in der neu ausgestatteten 69-Quadratmeter-Küche mit beheiztem Edelstahlmobiliar.

Damit einher gehen die Veränderungen im Bestellsystem. Kunden werden wie bisher auch am Tresen Essen und Getränke aus dem etwas erweiterten Fastfood-Sortiment ordern können. Allerdings gibt es zusätzlich dazu noch zwei Bestell-Terminals.

Dort kann man seine Mahlzeiten individuell zusammenstellen und ergänzen. In der Küche legen die Mitarbeiter los, sobald alles bezahlt ist. Auf Wunsch kann man sich an den Terminals auch einen „Token“ ziehen. Der Chip sendet Signale. Die Mitarbeiter sehen dann auf einem Extra-Bildschirm, wo sich der Kunde befindet, und bringen ihm die fertigen Speisen dorthin.

Während das Essen frisch zubereitet wird, können Kunden auf den 91 statt bisher 99 Innenplätzen und 30 Stühlen draußen warten. Stehen am Abhol-Tresen ist auch möglich. Die 30 Mitarbeiter der Filiale sind in schon modernisierten Standorten eingearbeitet worden. Am Vortag mischen sich Anspannung und Vorfreude. Am Sonnabend wird es für sie ernst. Um 9 Uhr werden die erste Gäste zum Frühstück vorbeischauen. „Es wird ein scharfer Start“, sagt Bezirksleiterin Jana Klotzsche von der Willy Dany Restaurantbetriebsgesellschaft.