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Dienstag, 14.11.2017 Fußball-Landesliga

Mit Gelassenheit und viel Zuversicht

Neuling Großenhainer FV bringt aus Markranstädt einen Zähler mit. Torhüter Mirko Roßmüller ist der Rückhalt beim Neuling.

Von Jürgen Schwarz

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Er hat allen Grund, gelassen und zufrieden nach vorn zu schauen: Torhüter Mirko Roßmüller spielt mit Neuling Großenhainer FV bisher eine tolle Landesliga-Saison. Auch beim Oberliga-Absteiger in Markranstädt demonstrierten Roßmüller und Co. ihre Leistungsstärke und holten verdient einen Punkt.
Er hat allen Grund, gelassen und zufrieden nach vorn zu schauen: Torhüter Mirko Roßmüller spielt mit Neuling Großenhainer FV bisher eine tolle Landesliga-Saison. Auch beim Oberliga-Absteiger in Markranstädt demonstrierten Roßmüller und Co. ihre Leistungsstärke und holten verdient einen Punkt.

© Daniel Förster

  • Er hat allen Grund, gelassen und zufrieden nach vorn zu schauen: Torhüter Mirko Roßmüller spielt mit Neuling Großenhainer FV bisher eine tolle Landesliga-Saison. Auch beim Oberliga-Absteiger in Markranstädt demonstrierten Roßmüller und Co. ihre Leistungsstärke und holten verdient einen Punkt.
    Er hat allen Grund, gelassen und zufrieden nach vorn zu schauen: Torhüter Mirko Roßmüller spielt mit Neuling Großenhainer FV bisher eine tolle Landesliga-Saison. Auch beim Oberliga-Absteiger in Markranstädt demonstrierten Roßmüller und Co. ihre Leistungsstärke und holten verdient einen Punkt.
  • Nach Verletzungspause wieder in der Startelf: Abwehrrecke Matthias Walther.
    Nach Verletzungspause wieder in der Startelf: Abwehrrecke Matthias Walther.

Durch die Sonntagspiele wurden die Spitzenplätze in der Fußball-Landesliga noch einmal neu aufgeteilt. Der bisherige Tabellenführer Kickers Markkleeberg hatte seine Heimpartie gegen die BSG Stahl Riesa verloren (1:4) und rutschte gleich bis auf Platz vier zurück. Hinter den neuen Spitzenreiter FC 1910 Lößnitz (26 Punkte) schoben sich der Großenhainer FV 1990 und der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal – mit jeweils 24 Zählern – auf die Ränge zwei und drei nach vorn. Hohenstein-Ernstthal setzte sich im Heimspiel gegen den FC Grimma mit 5:3 durch, die Großenhainer schafften ein 1:1 (1:1) beim Oberliga-Absteiger SSV Markranstädt.

Vor 120 Zuschauern im Stadion am Bad war der GFV durch Clemens Krüger schon nach sieben Minuten in Führung gegangen. Mit seinem neunten Saisontreffer verbesserte sich Krüger in der Liga-Torschützenliste auf Platz vier. Angeführt wird die Wertung von Florian Mielke (Rapid Chemnitz/12) und dem Riesaer Paul Kiontke (11). „Wir haben stark begonnen und uns in den ersten zehn Minuten gleich vier klare Chancen erspielt. Leider gelang aber nur ein Treffer“, resümierte der Großenhainer Trainer Andreas Jachmann nach dem starken Auftakt seiner Schützlinge.

Die Gastgeber, von der Offensivpower der Gäste sichtlich beeindruckt, glichen mit ihrer ersten Möglichkeit aus. Eric Berger ließ Gäste-Keeper Mirko Roßmüller keine Abwehrchance (13.). Allerdings war es dem Schlussmann zu verdanken, dass die Großenhainer vor der Pause nicht in Rückstand gerieten. „Nach dem Ausgleich übernahm der Oberligaabsteiger mehr und mehr die Initiative. Wir dagegen verloren viel zu schnell die Bälle“, kritisierte Jachmann. „Wir konnten wirklich froh sein, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Mehrmals musste Mirko Roßmüller sein ganzes Können aufbieten, um das 1:2 verhindern.“

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, boten qualitativ anspruchsvolle Fußballkost. „Wir bekamen das Spiel wieder besser in den Griff und hatten auch Chancen für das Siegtor. Aber die Markranstädter blieben ebenfalls im Vorwärtsgang immer gefährlich“, meinte Jachmann, der wieder auf Matthias Walther zurückgreifen konnte. Der torgefährliche Defensivmann hatte nach einer Kopfverletzung drei Woche pausiert und spielte diesmal 65 Minuten gewohnt zuverlässig seinen Part. „Ich denke, der Punkt ist verdient. Mit etwas Glück hätten es auch noch drei Zähler werden können.“ Jachmann pflichtete seinem zuverlässigen Abwehrrecken bei: „Ja, das Ergebnis geht in Ordnung. Beide Mannschaften konnten bestätigen, warum sie in der Tabelle im oberen Drittel stehen.“

Mit der notwendigen Gelassenheit, aber dennoch höchster Konzentration und natürlich viel Zuversicht, können die Großenhainer Kicker die restlichen Aufgaben in Angriff nehmen. Vier Punktspiele stehen vor dem Weihnachtsfest noch an, vorausgesetzt der Wettergott spielt mit: BSC Rapid Chemnitz (H), Kickers Markkleeberg (A), Lipsia Eutritzsch (H) und Reichenbacher FC (H/Rückrundenstart).

Allein der Vergleich der beiden Kontrahenten vom Sonntag demonstriert, was beim Großenhainer FV bisher geleistet und erreicht wurde. In der Saison 2015/16 wurde der GFV in der Landesklasse Mitte Vierter der Endabrechnung, die Markranstädter sicherten sich damals in der NOFV-Oberliga den achten Platz. Rund 17 Monate später rangieren die Großenhainer in der 6. Liga fünf Zähler vor dem SSV. Gratulation!