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Mit den Fans im Rücken wollen die Füchse einen Heimsieg

Nach vier Niederlagen in Folge soll am Freitag ein Sieg über Heilbronn her. Druck ist aber (noch) keiner, sagt der Co-Trainer. Am Wochenende ist in der Region noch viel mehr los als Sport. Vorschläge gibt es hier: www.sz-veranstaltungskalender.com.

04.10.2017
Von Frank Thümmler

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Torwart Maximilian Franzreb war zuletzt viel beschäftigt.

© Gunnar Schulze

Der Spielplan hat den Lausitzer Füchsen ein schweres Auftaktprogramm beschert. In den ersten fünf Spielen hatten es die Weißwasseraner gleich mit den drei Erstplatzierten der vergangenen Saison zu tun. Gelang in Frankfurt beim 4:5 nach Verlängerung noch ein Punktgewinn, war am vergangenen Wochenende beim Meister Löwen Frankfurt (2:9) nichts zu holen und fehlte gegen den Vizemeister Bietigheim Steelers am Sonntag beim 2:3 ein Quäntchen zum Punktgewinn. Füchse-Co-Trainer Robert Hoffmann sagt dazu: „In Frankfurt sind wir zu oft in Unterzahl geraten, gerade auch durch Stockstrafen, die wir nicht wollen und die eine Folge von schlechtem Stellungsspiel sind. Und dann haben wir in Unterzahl schlecht gespielt.“ Vier Gegentore, vor allem die in der spielentscheidenden Phase, als die Füchse einen Spieler weniger auf dem Eis hatten. Ausgesprochen dumme Strafen kassierten die Füchse durch einen Schlägerwurf und am Sonntag durch das Weiterspielen nach einem Helmverlust, was jeweils zwingend eine Strafe nach sich zieht. „Die Spieler sagen, dass sie die Regeln können. Ich hoffe, so etwas passiert uns nicht wieder“, sagt Hoffmann. Der Einstand von Torwart Konstantin Kessler war jedenfalls vermiest – acht Gegentreffer binnen 40 Minuten. „Wir haben ihn dann runtergenommen, um ihn zu schützen, obwohl er wenig für die Gegentore konnte. Ich glaube, dieses Spiel wird ihn nicht umwerfen. Das ist Sport, da muss er durch“, erklärt der Co-Trainer die Entscheidung.

Am Sonntag gegen Bietigheim war das Unterzahlspiel um Längen besser, die Aufholjagd nach einem eher unglücklichen 0:3-Rückstand nach 13 Minuten führte aber nur bis zum Anschlusstreffer. So richtig unzufrieden war Trainer Hannu Järvenpää diesmal mit zwei Verteidigern (Mund und Nägele), die er nach dem ersten Drittel auf der Bank schmoren ließ und stattdessen mit nur noch fünf Verteidigern bis zum Ende spielte. Die mussten kein Gegentor mehr hinnehmen, aber zwei Treffer reichten nicht mehr zum Punktgewinn.

Nägele schicken die Weißwasseraner an diesem Wochenende mit Nachwuchsstürmer Penc nach Selb, damit er dort weitere Spielpraxis sammeln kann.

An diesem Wochenende gegen Heilbronn und in Ravensburg müssen Punkte her, damit sich die Füchse nicht erst im unteren Tabellendrittel festsetzen. „Wir wollen die Spiele natürlich gewinnen. Aber der Druck ist noch nicht groß. Schließlich wussten wir um die Schwere des Auftaktprogramms“, sagt Robert Hoffmann. Beide Gegner seien eher die Kragenweite der Füchse. Das seien die Spiele, bei denen man punkten sollte. Gegen Heilbronn gibt es ein Wiedersehen mit Dennis Palka, der vorige Saison noch für die Füchse stürmte. Die Füchse können bis auf den Verteidiger Owens alle Spieler einsetzen. Auch bei Steven Bär gab es nach seiner Handverletzung Entwarnung. (fth)