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Mittwoch, 25.02.2009

Misshandelte Katzen auf dem Tierheim-Hof

Wegen besonders schwerer Fälle von Tierquälerei stellt der Tierschutzverein nun Strafanzeige.

Von Gabriel Wandt

Mit einer sehr drastischen Form von offensichtlichem Tierhass muss sich dieser Tage das Tierheim in Bischdorf beschäftigen. Wie Leiter Roland Olbricht mitteilt, haben er und seine Mitarbeiter am gestrigen Morgen bereits zum zweiten Mal eine tote Katze auf dem Grundstück gefunden.

Bereits am Freitag voriger Woche machten sie einen ähnlichen Fund: Eine tote Katze, der das Fell abgezogen wurde und der die Knochen gebrochen wurden. „Die Tiere wurden in unseren Hundefreilauf in Bischdorf geworfen“, sagt Roland Olbricht. Nachts oder in den frühen Morgenstunden muss das passiert sein. Weil die Hunde über Nacht nicht im Freilauf sind, sind die Tierheim-Mitarbeiter auf die misshandelten Katzen aufmerksam geworden. „Das ist wirklich brutal“, so Roland Olbricht. Ähnliche Fälle, in denen Tiere so zugerichtet wurden und dann auf dem Tierheim-Gelände landeten, habe es bisher noch nicht gegeben. „Das ist absolut tierverachtend. Vielleicht will uns jemand so zeigen, was er von unserer Arbeit hält“, bedauert Olbricht.

Umgehend hat er sich mit dem Veterinäramt des Landkreises in Verbindung gesetzt. Für Olbricht stand fest, dass er zudem bei der Polizei Strafanzeige wegen besonders schwerer Tierquälerei stellt. Er hofft, dass die Polizei mit ihren Ermittlungen Erfolg hat.

Veterinäramt prüft Vorgehen

Unterdessen will auch das Veterinäramt prüfen, welche weiteren Schritte es einleitet. Wie Amtsleiter Ralph Schönfelder mitteilt, habe es in zurückliegenden Jahren im Oberland mehrere Fälle von Tiermisshandlungen gegeben. In jüngster Zeit sei ihm in dieser Hinsicht allerdings nichts bekannt.

Nach deutschem Tierschutzgesetz drohen für das Zufügen erheblicher Schmerzen und willkürlicher Tötung von Tieren Geldstrafen oder Freiheitsentzug bis zu drei Jahren. Unterdessen hofft Roland Olbricht, dass keine weiteren Fälle geschehen.