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Donnerstag, 18.06.2015

Mexikos Parlament fordert Aufklärung über deutsche Waffen

Mexiko-Stadt. Der mexikanische Kongress hat Aufklärung über die illegale Lieferung deutscher Sturmgewehre in Konfliktregionen des Landes verlangt. Die Generalstaatsanwaltschaft und das für den Zoll zuständige Finanzamt sollten ermitteln, wie die Waffen nach Mexiko gelangen konnten und wer dafür verantwortlich ist, forderte die ständige Kommission des Kongresses am Mittwoch. Ein Großteil der Gewalt in Mexiko stehe mit illegalem Waffenhandel im Zusammenhang und bisher sei niemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden.

Zwischen 2003 und 2011 soll das deutsche Rüstungsunternehmen Heckler & Koch 4767 Sturmgewehre vom Typ G36 an die Polizei in die mexikanischen Unruheprovinzen Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco geliefert haben, obwohl für diese Bundesstaaten keine Ausfuhrerlaubnis vorlag. In Deutschland wird wegen der illegalen Lieferungen gegen Heckler & Koch ermittelt. Das Unternehmen macht einzelne Mitarbeiter für die unerlaubten Geschäfte verantwortlich. (dpa)

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