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Donnerstag, 11.06.2009

Meißner stürzt von Brücke in den Tod

Der Mann war betrunken. Bei einem Unfall nahe der Porzellanmanufaktur wurden zwei junge Leute lebensgefährlich verletzt.

Von J. Müller und K. Dembowski

Zwei schwere und tragische Unfälle ereigneten sich am Dienstag und in der Nacht zu gestern in Meißen. Dabei gab es einen Toten, in dem anderen Fall wurden zwei junge Menschen lebensgefährlich verletzt. In beiden Fällen war Alkohol die Ursache.

Bei Notoperation gestorben

Auf dem Meißner Steinweg unterhalb der Bahnunterführung wurde am Dienstagnachmittag ein schwer verletzter Mann gefunden. Ein Passant hatte den Bewusstlosen auf der abgelegenen Straße in Höhe Haus Nr. 17a entdeckt und kurz nach 16 Uhr den Rettungsdienst alarmiert. Zunächst wurde der Mann in die Meißner Elblandklinik gebracht. Auf Grund der zahlreichen schweren Verletzungen flog ihn ein Rettungshubschrauber in die Dresdener Klinik, wo er wenige Stunden später während einer Notoperation starb. Bei dem Mann soll es sich um den 59-Jährigen Meißner Frank S. gehandelt haben. Offenbar war er aus ungeklärtem Grund von einem der Brückenpfeiler an der Bahnunterführung gestürzt. Warum er sich dort aufhielt ist unklar. Derzeit liegen Kriminalisten jedoch keine Hinweise auf eine Straftat vor. Auch auf einen Suizidversuch deutet nichts hin. Klärung soll eine Obduktion bringen.

Die Polizei geht von einem Unfall aus. Der Mann soll etwa 1,5 Promille Alkohol im Blut gehabt haben. „Nach bisherigen Erkenntnissen ist er auf Sand, der sich auf der Brücke befindet, ausgerutscht und kopfüber drei Meter in die Tiefe auf die Straße gestürzt“, sagte gestern Polizeisprecher Wolfgang Kießling. Darauf deutet auch hin, dass in den Schuhen des Mannes Sand gefunden wurde.

Tragisch für zwei junge Leute endete in der Nacht zu gestern die Alkoholfahrt eines 31-jährigen Meißners. Das 25 Jahre alte Pärchen wurde von dem volltrunkenen Autofahrer um 1.40 Uhr auf der Talstraße in Meißen umgefahren. „Die jungen Leute hatten keine Chance, sahen das Unheil auch nicht kommen, weil das Auto von hinten angeschossen kam“, so Wolfgang Kießling. Der 31-Jährige Unfallverursacher war mit seinem Alfa Romeo in Höhe der Porzellanmanufaktur nach links von der Straße abgekommen, fuhr auf den Fußweg und erfasste die Fußgänger. Danach beging er Fahrerflucht, fuhr weiter, ohne sich um die Schwerstverletzten zu kümmern.

Fahrerlaubnis schon weg

Die Polizei fand das Fahrzeug auf der Wittigstraße. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Unfallverursacher einen Wert von 3,26 Promille. Er kam in Polizeigewahrsam. Der Mann ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die wurde ihm schon vor einiger Zeit entzogen. Die beiden Schwerstverletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem sehr kritischen Zustand.