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Donnerstag, 05.10.2017

Mehr Schutz unter der Mühlenbrücke

Das Landratsamt lässt Schäden an der Bogenbrücke nahe der Kita Unter den Linden beseitigen. Den Verkehr behindert das nicht.

Von Heike Heisig

Dass die Mulde derzeit relativ wenig Wasser führt, kommt den Bauarbeiten unterhalb der Mühlenbrücke zugute. Dort werden die Sohlbefestigungen und Böschungen erneuert. Die Flut 2013 hatte unter dieser Brücke Schäden angerichtet.
Dass die Mulde derzeit relativ wenig Wasser führt, kommt den Bauarbeiten unterhalb der Mühlenbrücke zugute. Dort werden die Sohlbefestigungen und Böschungen erneuert. Die Flut 2013 hatte unter dieser Brücke Schäden angerichtet.

© André Braun

Roßwein. Vor allem die Mädchen und Jungen der Kita „Unter den Linden“ haben es gleich bemerkt. Nur wenige Meter neben ihrer Einrichtung gibt es seit Kurzem eine Baustelle. Die befindet sich weitgehend unter der Straßenbrücke, die Mühlenbrücke heißt. Für deren Unterhaltung ist der Landkreis Mittelsachsen zuständig. Denn die Brücke ist Bestandteil der Kreisstraße 7522. An der lässt die Kreisverwaltung jetzt von der Firma Bau-Logistik Döbeln GmbH Schäden beseitigen, die in Zusammenhang mit dem Hochwasser 2013 entstanden sind.

In Mitleidenschaft gezogen wurde die Sohlbefestigung der Mühlenbrücke, die von der Art her eine Bogenbrücke ist. Das geschah nicht nur wegen des Hochwassers selbst, sondern auch wegen der Ablagerung von Sedimenten. Diese sowie noch verbliebener Flutschlamm werden jetzt im Zuge der Bauarbeiten beseitigt. Doch das steht nicht im Mittelpunkt des Auftrages. „Es geht es darum, eine dauerhafte Sohlbefestigung im gesamten Bauwerksbereich einzubringen“, erklärt André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen auf Anfrage des DA. „Dazu werden unter anderem Winkelelemente zum Schutz der Böschung und Einfassungen der Sohlbefestigung versetzt. Die Böschungen werden außerdem neu aufgebaut“, so Kaiser weiter.

Eigenanteil erübrigt sich

Weil die Arbeiter dafür zum überwiegenden Teil unter dem Brückenbauwerk hantieren müssen, war es notwendig, rechts und links des Bauwerkes zwei Baustraßen anzulegen. Die allerdings kommen vorm Abschluss der Arbeiten wieder weg.

Als Endtermin nennt das Landratsamt den 31. Oktober dieses Jahres. Dann soll auch diese Brücke für die Zeit gewappnet sein, wenn mehr Wasser an Roßwein vorbei in Richtung Döbeln fließt. Darauf vorbereitet ist inzwischen auch schon die Brücke vor der „Grünen Aue“. Sie hat in diesem Sommer einen stärkeren Abprallschutz bekommen. Bauherr in diesem Fall ist die Kommune gewesen.

Das Geld dafür kommt wie für die Arbeiten an der Mühlenbrücke aus dem Hochwasserfonds 2013. Die Schadensbehebung unterhalb der Kreisstraße kostet etwas mehr als 70 000 Euro. Der Landkreis muss nichts dazubezahlen.

Übrigens ist es eher erstaunlich, dass diese Brücke einen Namen hat. Für gewöhnlich werden Brücken in Roßwein nach ihrer Farbgebung bezeichnet. So befindet sich die Mühlenbrücke zwischen blauer (am Club) und roter Brücke (unterhalb des Spielplatzes „Rösser im Schilf“).